Obraniak bleibt weiter Verkaufskandidat

„Nicht für 'nen Appel und ein Ei“

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Obraniak

Bremen - Klamme Club-Kassen hin oder her: Einen Sommerschlussverkauf bei Werder wird es in dieser Transferperiode nicht geben. Auch nicht im Fall von Ludovic Obraniak, wie Sportchef Thomas Eichin gestern klarstellte. „Ludo ist ein wichtiger Spieler für uns, und wir werden ihn sicher nicht für 'nen Appel und ein Ei ziehen lassen“, unterstrich der 47-Jährige.

Angesichts von Obraniaks Reservistenrolle der vergangenen Monate scheinen aber zumindest Zweifel an dessen Wichtigkeit angebracht. Seit Tagen kursieren Wechselgerüchte quer über den Kontinent um den polnischen Nationalspieler, den Werder erst im Winter für zwei Millionen Euro Ablöse als Hoffnungsträger fürs Mittelfeld geholt hatte. Doch der Offensivmann schaffte es nur acht Mal in die Startelf (ein Tor), sein letztes Pflichtspiel bestritt er am 12. April – für 22 Minuten bei Mainz 05.

„Obraniak passt nicht mehr in die Planungen seines Trainers Robin Dutt“, schrieb das Fußball-Portal francefootball.fr gestern Mittag – und meinte, dass der 29-Jährige seine Karriere in England fortsetzen könnte, „wo der AFC Sunderland und West Ham United Interesse haben“.

Also weitere Vereinsnamen, die Eichin allerdings ebensowenig kommentiert wie die zuletzt vermeldeten angeblichen Aspiranten aus der französischen oder russischen Eliteliga. Er komme erst ins Spiel, wenn sich der Profi mit einem Verein einig sei und sein Berater an ihn herantrete.

Es kann also alles ganz schnell gehen – und Obraniak („Wenn ich nicht spiele, sterbe ich“) fände sein sportliches Glück andernorts. Dutts Versprechen aus der Sommerpause, „dass wir bald wieder seine Klasse sehen werden“, bekäme dann eine neue Bedeutung. In Bremen gelang es ihm nach diesen Worten mit Ausnahme der Tests und Trainingseinheiten jedenfalls nicht mehr: Das Pokalspiel bei Viertligist Illertissen verpasste Obraniak wegen muskulärer Probleme, zu Werders Liga-Auftakt bei Hertha BSC saß er 90 Minuten lang auf der Bank.

ck

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