Oberschenkelblessur bei Intervall-Läufen

„Klack, klack, klack“ – jetzt muss Skripnik pausieren

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Da lief er noch. Wenig später musste Trainer Viktor Skripnik seinem Ehrgeiz Tribut zollen: Oberschenkelprobleme stoppten ihn.

Belek - Am ersten Trainingstag von Werder in Belek hat es gleich vier Bremer erwischt – bei allen sind die Blessuren offenbar aber nicht so wild. Der erste leicht Lädierte war aber nicht etwa ein Profi, sondern Werder-Trainer Viktor Skripnik!

Der Coach wollte – wie auch Sportchef Thomas Eichin – am Vormittag mit gutem Beispiel vorangehen und rannte bei den Intervall-Läufe munter mit. „Ich wollte mit Claudio Pizarro reden“, scherzte Skripnik später. Doch dann fasste sich der Ukrainer an den Oberschenkel und brach ab. „In der Kurve hat es klack, klack, klack gemacht. Ich habe gemerkt: Wenn ich weiterlaufe, kann was passieren. Damit habe ich Erfahrung.“

Skripnik wird sich in den kommenden Tagen auf dem Platz etwas zurückhalten müssen. Egal, findet er. Viel wichtiger sei, dass seine Spieler Vollgas geben können: „Sie sollen so schnell wie möglich richtig fit werden und zum ersten Spiel der Rückrunde 100-prozentig bereit sein. Für uns wird jedes Spiel ein kleines Finale. Wir müssen kämpfen.“

Die körperlichen Voraussetzungen für einen erfolgreichen Fight gegen den Abstieg sollen in Belek gelegt werden. Zwei Trainingseinheiten hat Skripnik pro Tag angesetzt, dazu fünf Testspiele. Ungewöhnlich viel – doch der 46-Jährige erklärt: „Alle sollen viel spielen und in den Rhythmus kommen.“ Damit auch jeder Profi seine Anteile erhält, ist Werder extra mit einem kleineren Kader ins Trainingslager gereist. „Beim letzten Mal hatten wir 27 Feldspieler dabei, das war nicht optimal“, erinnert sich Skripnik: „Jetzt sind es nur 22, da kann man intensiver und kompakter arbeiten.“

Bislang ist der Coach mit seinem Personal überaus zufrieden: „Es ist anstrengend, klar. Aber die Spieler sind mit allem einverstanden, sind sehr begeisterungsfähig. Jeder hat gesagt, dass er bereit ist, sich zu quälen. Keiner versteckt sich oder ist faul – deshalb bin ich ganz ruhig.“

Und optimistisch, den Relegationsplatz bald verlassen zu können, ist der Bremer Chefcoach auch. „Wir haben doch gar keine andere Wahl, als positiv zu bleiben, wenn wir aus dem Keller rauskommen wollen“, findet er und fügt an: „Ich muss überzeugend sein und vermitteln, dass wir alles schaffen können. Wir sind gut genug für diese Liga, da bin ich mir sicher.“

mr

Torschuss und Steigerungsläufe zum Auftakt

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