Nummer zwei bei Werder – er glaubt es kaum

Zetterer ist seiner Zeit voraus

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Michael Zetterer stürmt aus seinem Tor, verhindert im Test beim Heeslinger SC einen weiteren Gegentreffer.

Bremen - Michael Zetterer weiß, dass seine Karriere augenblicklich jenseits des Tempolimits verläuft. Dass er als Vertreter des noch für längere Zeit fehlenden Raphael Wolf (Verletzung des Hüftbeugers) bei Bundesliga-Spielen die Ersatzbank des SV Werder drücken darf, ist für ihn wie ein kleines Wunder. „Wenn mir das vor der Saison jemand gesagt hätte, hätte ich ihm den Vogel gezeigt“, sagt der Torhüter.

Als 19-Jähriger war er zu Jahresbeginn von der Spvgg Unterhaching aus der dritten Liga zu Werder gekommen. Ein Riesensprung. Ob er in der Lage ist, diesen Sprung auch tatsächlich zu schaffen, muss Zetterer natürlich erst noch beweisen. Aber der Zwischenstand macht ihn mehr als zufrieden: „Vor einem halben Jahr war die Bundesliga noch ganz weit weg für mich. Ich bin meinem Zeitplan jetzt ein bisschen voraus. Ich kann deshalb nichts Schlechtes finden an dem, wie es gelaufen ist.“

Naja, eines vielleicht doch. Dass er im Sommer die U20-WM wegen eines Kahnbeinbruchs verpasste, hätte nicht unbedingt sein müssen. „Aber selbst das hat mich weitergebracht“, meint der selbstbewusste Keeper: „Solche Erfahrungen lassen dich reifen.“

Michael Zetterer muss noch viel reifen, so viel ist klar. Mit 20 Jahren und null Bundesliga-Spielen steht er ganz am Anfang seiner Profi-Karriere. Aber er gilt eben als großes Talent, und bei Werder sagen sie ihm das auch immer wieder. Zetterer: „Das Trainerteam hat mir in vielen Gesprächen das Selbstvertrauen gegeben, dass ich es auch in der ersten Liga schaffen kann.“ Derzeit steht nur noch Felix Wiedwald im Weg. Die Bremer Nummer eins ist unangefochten, und Zetterer ist das auch recht. „Ich träume natürlich von einem Bundesliga-Einsatz, aber deshalb wünsche ich Felix nichts Schlechtes“, sagt er. Doch im Fall der Fälle, das erklärt der gebürtige Münchner ohne den kleinsten Anflug von Unsicherheit, „bin ich bereit. Ich bin da, wenn die Mannschaft mich braucht.“

Am Freitag durfte er erstmals sein Können bei den Profis zeigen – Testspiel gegen Fünftligist Heeslinger SC. Zetterer kassierte beim 4:2 zwei Tore, eins davon hätte nicht sein müssen. Werder-Coach Viktor Skripnik lobte dennoch: „Ich bin zufrieden, wie er das gemacht hat.“

csa

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