Ignjovski erfüllt die Erwartungen, muss aber immer wieder zurück in die zweite Reihe

Notnagel mit Ehrenabzeichen

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Voller Einsatz in jedem Zweikampf: Werders Aleksandar Ignjovski (links, hier gegen Hoffenheims Denis Streker).

Sinsheim / Bremen - Er war der Notnagel – wieder mal. Aleksandar Ignjovski wird diese Rolle einfach nicht los. Beim Bremer 4:1 in Hoffenheim übernahm der Serbe den Part im defensiven Mittelfeld, weil dort Zlatko Junuzovic gelbgesperrt fehlte.

Vier Tage zuvor gegen Leverkusen hatte „Iggy“ noch Linksverteidiger gespielt – für den gelbgesperrten Lukas Schmitz. Und Samstag bei Eintracht Frankfurt? Dann droht Ignjovski wieder die Bank – trotz der wieder einmal lobenden Worte, die Trainer Thomas Schaaf über seinen Defensiv-Allrounder ausschüttete.

„Was wir ,Iggy‘ als Aufgabe auferlegt haben, hat er sehr gut erfüllt“, bilanzierte Schaaf nach der Partie im Kraichgau und stellte heraus, warum er den zurückhaltenden serbischen Nationalspieler so schätzt: „Er arbeitet immer an sich, hat auch Freude daran, um seine Chance zu kämpfen.“

Gearbeitet und gewartet – das hat Ignjovski getan. Wochenlang sogar. Dann der Einsatz gegen Leverkusen, nun der gegen Hoffenheim. Er ist viel gelaufen (11,32 km), er hat sich in etliche Zweikämpfe geschmissen (32), die Mehrzahl (56 Prozent) auch gewonnen. Er hat 80,65 Prozent seiner 31 Pässe zum Mitspieler gebracht und nur einmal gefoult. Gute Werte für einen Sechser. Auch wenn die Hoffenheimer nicht in jeder Phase der Partie eine Herausforderung dargestellt hatten, war er selbst sehr zufrieden: „Das war mein bestes Spiel für Werder.“

Trotz der guten Leistung fällt Ignjovski nun wohl wieder durch das Raster. Als Opfer des Überangebots im Mittelfeld. Junuzovic kehrt zurück, Aaron Hunt möglicherweise auch. „Wir hoffen, dass er am Samstag dabei sein kann“, sagte Schaaf. Kevin De Bruyne hat seinen Platz ohnehin sicher – da bekommt selbst Kapitän Clemens Fritz Probleme, ins Team zu gelangen. Schaaf sagt über „Iggys“ Situation: „Als Spieler musst du die Chance nutzen, wenn du sie bekommst. Dann bleibst du weiter im Fokus. Dann kannst du für dich ein Plus verbuchen. Das bleibt dann auch hängen.“ Aber ob es deshalb wieder für die Startformation reicht, sei mal dahingestellt. Oder anders gesagt: Ignjovski bekommt statt einer Startelf-Garantie nur das Notnagel-Ehrenabzeichen. · csa

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