„Die Schmerzen waren unerträglich“ / Werder trifft’s hart: Auch Pizarro fällt gegen Inter aus

Not-Operation bei Frings

Operation am Oberschenkel: Kapitän Torsten Frings fällt morgen aus.

Werder-Bremen - Von Arne Flügge (Eig. Ber.) · Schock für Torsten Frings: Der Kapitän von Werder Bremen musste sich in der Nacht zu gestern im Krankenhaus einer Not-Operation am rechten Oberschenkel unterziehen.

Ein Bluterguss im Bereich des Hüftknochens hatte sich derart ausgeweitet, dass der Oberschenkel „knüppelhart und total dick wurde. Die Schmerzen waren unerträglich“, berichtete der 33-Jährige gestern Abend. Frings alarmierte sofort das Krankenhaus – um 1.00 Uhr in der Früh lag er schon auf dem OP-Tisch.

Training am Montag

Werder-Training vor dem Spiel in Mailand

„Die Ärzte haben mir den Mist dann rausgeholt. Jetzt geht’s mir besser“, erklärte der Bremer Mittelfeldstar. Die rund acht Zentimeter lange Wunde wurde geklammert. Frings fällt damit für das Champions-League-Spiel morgen (20.45 Uhr/live bei Sky und Sat.1) bei Inter Mailand aus und steht Werder auch am Sonntag in der Bundesliga bei Bayer Leverkusen nicht zur Verfügung. „Danach versuche ich wieder, ins Training einzusteigen. Ich bin ein harter Hund und lasse mich so schnell nicht unterkriegen“, sagte der Werder-Kapitän. Frings hatte schon länger Probleme an der operierten Stelle. „Gegen den HSV hab’ ich dann wieder einen Schlag draufbekommen, und es ist richtig schlimm geworden.“

Erneuter Muskelfaserriss im Oberschenkel: Claudio Pizarro muss passen.

Doch damit nicht genug der schlechten Nachrichten für Werder. Neben Frings wird auch Claudio Pizarro gegen Mailand ausfallen. Der Werder-Stürmer zog sich im Nordderby erneut einen Muskelfaserriss im rechten Oberschenkel zu, nachdem er mit der gleichen Verletzung gerade vier Wochen pausiert hatte. „Das ist unglaublich, eine Katastrophe, absolute Scheiße“, schimpfte der 31-Jährige, „ich hoffe, dass ich jetzt nicht wieder so lange ausfalle und so schnell wie möglich fit werde.“ Gegen den HSV hätte Pizarro eigentlich nur 60 Minuten spielen sollen, doch nachdem die Hamburger zum 2:2 ausgeglichen hatten, wurden es 87 Minuten. „Vielleicht war’s ein bisschen zu lang“, seufzte Pizarro. Frings und Pizarro, dazu noch Clemens Fritz, Naldo, Sebastian Boenisch und Christian Vander – Werder gehen so langsam die Spieler aus. Kann das Team da denn noch bei Titelverteidiger Inter Mailand bestehen? „Das frage ich mich auch“, zeigte sich Bremens Torwart Tim Wiese gestern geschockt, „Das ist schon der Wahnsinn. Mir fehlen die Worte. Das Verletzungspech zieht sich jetzt schon seit Wochen hin. Vielleicht sollten wir bei der UEFA einen Antrag stellen, um das Spiel zu verlegen.“ Da das freilich nicht möglich ist, hat Wiese einen anderen Vorschlag: „Wir müssen jetzt eine Trotzreaktion zeigen, auch wenn es noch so schwierig ist.“

Dass Werder das hinbekommt, davon ist Torsten Frings überzeugt: „Die Jungs packen das. Mailand ist der haushohe Favorit. Wir haben dort nichts zu verlieren und können eigentlich befreit aufspielen.“ Das sieht auch Aaron Hunt so: „Wir haben in den letzten Wochen gesehen, dass wir zu kämpfen haben, wenn wichtige Leute fehlen. Aber wir können es auch ohne sie in Mailand schaffen“, gab sich der Mittelfeldspieler kämpferisch: „Die anderen Jungs in der Truppe können auch Fußball spielen. Und ich denke, sie werden es auch zeigen.“

Zweifellos tun die Ausfälle Werder aber weh, ergänzt Hunt. Meint auch Thomas Schaaf. „Dass diese Verletzungen aufgetreten sind, trifft uns sehr. Gerade im Hinblick auf die nächsten Aufgaben bedeuten die Ausfälle einen Qualitätsverlust für die Mannschaft“, sagte ein sichtlich frustrierter Werder-Trainer.

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