Abstiegskampf?

Experten über das Nordderby

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Hans Schulz, Patrick Owomoyela und Frank Rost

Syke - Frank Rost, Hans Schulz und Patrick Owomoyela haben je für Werder und den HSV gespielt. Vor dem 106. Nordderby schätzen die Experten die aktuelle Lage beider Clubs ein - mit unterschiedlichen Ergebnissen.

Frank Rost:

„Werder hat eine tolle Serie hingelegt und kann sehr zufrieden sein. Mich freut es, dass Trainer Alexander Nouri diesen Erfolg hat. Mit dem Abstieg hat die Mannschaft nichts mehr zu tun, Werder ist durch. Der HSV ist dagegen noch nicht raus und muss noch ein paar Punkte holen. Aber insgesamt ist doch für beide alles wunderbar gelaufen, wenn man bedenkt, wie die Situationen noch zu Jahresbeginn waren.“

Frank Rost (43) hat von 1992 bis 2002 für Werder Bremen gespielt, in dieser Zeit absolvierte er 147 Bundesliga-Spiele. Zwischen 2007 und 2011 stand er in 149 Bundesliga-Partien im Tor des Hamburger SV.

Hans Schulz:

„Ich finde es erstaunlich, was in Bremen zuletzt geleistet wurde, sage aber auch: Werder ist noch nicht durch. Wer an das Gegenteil glaubt, macht einen riesengroßen Fehler. Man sieht doch am Beispiel FC Ingolstadt, was möglich ist – die haben mit Ansage neun Punkte aus drei Spielen geholt, sind jetzt wieder im Geschäft. Werder wäre natürlich mit ein, zwei weiteren Siegen sicher, doch die müssen erstmal geholt werden. Gegen den HSV sehe ich die Bremer im Vorteil. Auswärts sind die Hamburger nicht die stärksten, wenngleich auch sie sich sehr gut entwickelt haben und stabiler geworden sind. Heribert Bruchhagen, Jens Todt und Markus Gisdol haben es gemeinsam geschafft, Ruhe in den Verein zu bringen.“

Hans Schulz (74) begann seine Karriere bei Werder Bremen, wurde 1965 Meister, wechselte ein Jahr später nach 31 Partien für die Bremer jedoch zum HSV. Bis 1971 lief er 110 Mal für die Hamburger auf. Schulz saß 17 Jahre im Aufsichtsrat bei Werder, schied dort Ende 2016 aus.

Patrick Owomoyela:

„Werder hat den Klassenerhalt sicher. Ich erwarte keinen krassen Einbruch mehr. Die Hamburger sind gefühlt noch gefährdet, aber ich gehe davon aus, dass sie zu Hause die nötigen Punkte holen werden. Im Derby hat Werder die Nase leicht vorn, das Team hat die vergangenen Spiele überzeugender bestritten, bringt mehr Schwung mit und kann befreiter auftreten.“

Patrick Owomoyela (37) wurde in Hamburg geboren, spielte aber erst am Ende seiner Karriere für den HSV – und das auch nur für ein halbes Jahr in der zweiten Mannschaft (zwölf Einsätze). Für Werder war er zwischen 2005 und 2008 in 50 Ligaspielen im Einsatz.

Quelle: DeichStube

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