Großeinsatz am Weserstadion: Sichtschutzwände gegen Provokation

Ausschreitungen am Werderkiosk, Flaschen fliegen zwischen den Lagern

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Nordderby: Erste Ausschreitungen im Viertel.

Bremen - Am Werderkiosk im Steintor trafen rund 60 HSV-Fans mit etwa doppelt so vielen Werder-Anhängern aufeinander. Laut Polizei kam es hier zu Ausschreitungen. Zwischen den Fans auf der Oceana und den HSV-Fans flogen außerdem Flaschen.

Seit 14 Uhr gibt es kein Durchkommen mehr im Steintor Richtung Stadion. Die Polizei hatte HSV-Fans vor der Commerzbank in der Straße Vor dem Steintor eingekesselt. Auch während des Spiels versperren Hundertschaften der Polizei die Straße in beide Richtungen.

Die Fanlager, die am Werderkiosk aufeinandertrafen, wurden von den Einsatzkräften der Polizei getrennt. Die Hamburger Fans wurden in Gewahrsam genommen.

Die Polizei hat die Anhänger des HSV kurz vor dem Spiel am Osterdeichufer hinter dem Ambiente gesammelt. Als die Oceana Werder-Fans zum Stadion bringt, kommt es zu lautem Gebrülle und es fliegen vereinzeln Flaschen aus beiden Richtungen über die Weser.

Am Mittag war es bereits zum Einsatz von Pyrotechnik am Bremer Hauptbahnhof gekommen. Wie Radio Bremen meldete, kam der aus Hamburg kommende Metronom-Zug 82012 gegen 12.30 Uhr überfüllt in Bremen an. Auf dem Bahnsteig zündeten HSV-Fans verbotenerweise Pyrotechnik. Einige Waggons des Zuges sollen verdreckt und stark beschädigt worden sein.

Die Bundespolizei sprach ein 15-stündiges Alkoholverbot in Regionalzügen und auf Bahnhöfen aus.

Nordderby: Die Fans pilgern zum Weserstadion

Die Hamburger Fans werden vom Hauptbahnhof aus mit Bussen direkt zum Weser-Stadion gebracht. Die Bremer Polizei wird von Einsatzkräften aus Niedersachsen, Hamburg, Schleswig-Holstein und Hessen unterstützt. Laut Polizeiangaben sind mehr als 500 gewaltbereite Anhänger beider Mannschaften in der Stadt. 

Am Osterdeich wurden erstmals Sichtschutzwände aufgestellt. Dadurch sollen die Fan-Lager getrennt und Provokationen vermieden werden.

Mehr als 1000 Polizisten, Sichtschutzwände und Alkoholverbot: Die Polizei hat das seit Wochen ausverkaufte Prestigeduell zwischen Werder Bremen und dem Hamburger SV zum Risikospiel erklärt.

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