Noch-Bremer fehlt im Trainingslager

Obraniak geht heute auf Clubtour

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Ludovic Obraniak

Bremen - Der SV Werder macht keinen Hehl daraus, Ludovic Obraniak am liebsten sofort loszuwerden. Und was macht der Mittelfeldspieler? Er nimmt es mit Humor. Jedenfalls präsentierte sich der Franzose mit polnischen Wurzeln gestern beim Trainingsauftakt bestens gelaunt, scherzte mit den Kollegen und reagierte freundlich auf Nachfragen zu seiner Zukunft. Das alles hat einen einfachen Grund: Obraniak liegt ein interessantes Angebot eines anderen Clubs vor, deshalb wird er heute auch nicht mit Werder ins Trainingslager nach Belek reisen. Der 30-jährige bleibt aber nicht in Bremen, sondern er hat ein anderes Ziel.

„Ich schaue mir einen anderen Club an“, verriet Obraniak und strahlte dabei zufrieden: „Ich bin richtig neugierig.“ Das klingt eher nach einer exotischen als nach einer naheliegenden Lösung – wie einen Wechsel nach Fankreich. Dort dürfte er jeden Club kennen, und jeder Club dürfte ihn kennen. Schließlich hat er in der Ligue 1 stolze 290 Einsätze absolviert – für Metz, Lille und Bordeaux.

Wohin die Reise heute geht, wollte Obraniak par-tout nicht verraten. Aber es ist nicht nur ein Tagestrip, sondern ein etwas längerer Aufenthalt: „Mal gucken, was danach passiert.“ Erst einmal sei geplant, dass er nach Belek nachreist und sich bei Werder weiter fit hält. Aber Obraniak sagt auch: „Alles ist möglich.“

So wie vor einem Jahr. Da zauberte Werder-Sportchef Thomas Eichin den polinischen Nationalspieler aus dem Hut – für eine Ablöse von 1,8 Millionen Euro von Girondins Bordeaux. Doch der Spielmacher mit dem feinen linken Fuß floppte. Jetzt soll er weg, um Geld für einen Defensivmann locker zu machen. Einen Interessenten gibt es immerhin schon – nun bleibt abzuwarten, ob Obraniaks Clubtour auch den erhofften Wechsel bringt.

kni

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