Torflaute und keine Signale aus München

Nils Petersens Warterei hoch zwei

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Nils Petersen sagt es selbst: Er benötigt mehr Tore, um Werder Bremen zum Kauf zu verführen. ·

Bremen - 476 Minuten ohne Tor und immer noch keine Entscheidung, wo er in der kommenden Saison spielen wird: Nils Petersen sitzt aktuell gleich in doppelter Hinsicht auf heißen Kohlen.

Seit seinem Doppelpack bei der 2:3-Niederlage gegen den SC Freiburg hat der Mittelstürmer nicht mehr getroffen. 476 Minuten – die längste Durststrecke der Saison für ihn. Frust? Nur ein wenig. „Die Minuten interessieren mich nicht. Manchmal muss man eben ein bisschen warten. Ich lasse mir meine Leistungen deshalb nicht schlechtreden“, sagt der Angreifer, der derzeit mehr Arbeiter ist. Er marschiert für die Mannschaft, rennt und rackert. „Es gehört dazu, dass man als Stürmer in einem defensiveren System auch mal ein bisschen zurückgezogen wird. In unserer Situation zählt eben nur der mannschaftliche Erfolg. Ich bin deshalb zufrieden mit mir“, meint Petersen.

Aber er weiß, dass er bald wieder treffen muss, wenn er sich auch als Vollstrecker in den Vordergrund bringen will. „Stürmer“, sagt selbst Trainer Thomas Schaaf, „werden in erster Linie an ihrer Quote gemessen“. Das macht ihren Wert aus.

Und wo Petersens Wert liegt, muss nun bald ermittelt werden. Der Leihvertrag mit dem FC Bayern endet mit der Saison, Petersen will endlich eine Entscheidung, wie es weitergeht. Das für Ostern erwartete Treffen seines Beraters Lars-Wilhelm Baumgarten mit den Bayern-Bossen kam nicht zustande, die Sache wird zur Hängepartie. „Ich würde gerne Klarheit haben. Es ist immer besser, wenn man als Spieler den Kopf frei hat und nicht an die Zukunft denken muss“, fordert Petersen.

Dem 24-Jährigen ist es egal, ob die Bayern ihn ein weiteres Mal an Werder ausleihen oder verkaufen. „So oder so müsste Bremen eine hohe Summe für mich zahlen“, denkt Petersen und nimmt sich deshalb in Sachen Toren verstärkt in die Pflicht: „Da tut jedes Tor von mir gut, damit der Club weiß, dass es sich lohnt, die Summe zu investieren.“

Aber erstmal müssen die Bayern ihn überhaupt abgeben wollen. In dieser oder der nächsten Woche soll es nun tatsächlich zu Gesprächen kommen. · csa

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