Nigerianer ablösefrei zu Karabükspor

Akpala-Transfer fix – folgt Ekici?

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Letzter öffentlicher Auftritt als Werder-Profi: Joseph Akpala beim Tag der Fans.

Bremen - Jetzt ist es perfekt: Joseph Akpala verlässt Werder Bremen und wechselt endgültig zu Kardemir Karabükspor. Die Vereine einigten sich gestern auf den Transfer. Werder kassiert zwar keine Ablöse für den Stürmer, würde aber an sportlichen Erfolgen des türkischen Erstligisten sowie an einem Weiterverkauf des Spielers mitverdienen.

Doch das sind eher die finanziellen Nebensächlichkeiten. Das Wichtigste für Werder ist, dass Akpala, den noch Klaus Allofs vor zwei Jahren für 2,5 Millionen Euro vom FC Brügge verpflichtet hatte, nun nicht mehr auf der Bremer Gehaltsliste steht. Angeblich belief sich der Jahresverdienst des Nigerianers auf 1,2 Millionen Euro. Allofs-Nachfolger Thomas Eichin ist entsprechend froh, dass „ein Spieler, der bei uns nie eine nennenswerte Rolle gespielt hat, aber ein sehr, sehr hohes Gehalt bezog“, nicht mehr bezahlt werden muss. Er sei „auf nichts sitzen geblieben“, meinte Eichin. Soll heißen: Keine Nachforderungen von Akpala wegen einer Differenz zwischen altem und neuem Gehalt. „Joseph“, sagte der Werder-Geschäftsführer, „ist ein hochanständiger Junge.“

Sportlich war er allerdings alles andere als ein Volltreffer. In der Saison 2012/13 hatte Akpala 21 Spiele für Werder absolviert und ein Tor geschossen. In der vergangenen Saison war er bereits an Karabükspor ausgeliehen gewesen und erzielte dort in 14 Spielen sechs Tore. Dann riss ihm eine Achillessehne, der Leihvertrag mit den Türken wurde vorzeitig beendet, Akpala absolvierte seine Reha in Belgien und kehrte mit Beginn der Saisonvorbereitung nach Bremen zurück.

Aber Karabükspor hat ihn nicht aus den Augen gelassen. „Wir haben seinen Heilungsprozess beobachtet und hatten immer Kontakt. Selbst während er verletzt war, war er immer ein Teil der Mannschaft“, sagte Club-Präsident Mustafa Yolbulan gegenüber der Presseagentur „DHA“ und lobte Akpala: „Er war letzte Saison bis zu seiner Verletzung sehr gut.“

So gut, dass die Türken bereit sind, ein kleines Risiko mit Akpala einzugehen. Denn wie fit er nach seiner Verletzung und nur zehn Testminuten gegen Hannover 96 wirklich schon ist, muss sich erst noch zeigen. Klar ist: Er soll Karabükspor schon in den Europa-League-Playoffs gegen AS St. Etienne (21. und 28. August) helfen. Deshalb ging gestern auch alles ganz flott. Akpalas Dreijahresvertrag musste bis Mitternacht unterschrieben sein und der Spieler an den Verband gemeldet werden, sonst wäre er international nicht spielberechtigt gewesen. „Wir sind froh, ihn bis zum Qualifikationsspiel fit zu bekommen und erwarten von ihm in dieser Saison eine einwandfreie Leistung“, sagte Yolbulan.

Nachdem der Akpala-Abgang besiegelt ist, muss bei Werder nur noch die Personalie Mehmet Ekici geklärt werden. Doch im Falle des türkischen Nationalspielers, für den sich mehrere Süper-Lig-Clubs interessieren sollen, ist noch keine Lösung in Sicht. Ekici war gestern zu keiner Aussage bereit.

csa

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