Niemeyers neuer Mut: „Es ist egal, wer noch kommt“

Werder-Bremen - NORDERNEY n Peter Niemeyer überlegt ziemlich lange, um eine Meinung zu einem Thema zu formulieren, das ihn unmittelbar betrifft. Das Thema heißt mit Vornamen Tim und mit Nachnamen Borowski. Die geplante Rückholaktion des verlorenen Sohnes könnte für Niemeyer wie ein Knüppel zwischen den Beinen sein. Beine, die ihn in der zweiten Saisonhälfte der vergangenen Saison weit nach oben getragen haben.

Doch Borowski könnte Niemeyers Weg stoppen. Die beiden wären direkte Konkurrenten im Mittelfeld. Also denkt Peter Niemeyer nach.

Was er dann sagt, ist allerdings wenig überraschend. Jeder, der in seiner Situation wäre und mit den Umgangsformen im Profi-Fußball einigermaßen vertraut ist, würde sich wohl so äußern. „Ich scheue den Konkurrenzkampf nicht“, meint Niemeyer: „Wenn ich an meine in der Rückrunde gezeigten Leistungen anknüpfe, werde ich auch weiter meine Spielanteile bekommen. Da ist es dann auch egal, wer kommt.“ Gut gebrüllt, Löwe!

Er hätte auch sagen können, dass er sich hinter dem erfahreneren Borowski hinten anstellen muss. Vor einem Jahr hätte er das mit Sicherheit auch noch getan. Selbst vor einem halben noch. Bis dahin lief’s für den 25-Jährigen überhaupt nicht bei Werder. Verletzungen pflasterten seinen Weg. Bis die Rückrunde kam. Zehn von 17 Ligaspielen bestritt er von Anfang an, stand beim UEFA-Pokal-Finale in der Startelf und war auch beim DFB-Pokal-Endspiel dabei. Trainer Thomas Schaaf erhob ihn später exemplarisch zu einer der (wenigen) positiven Überraschungen der Saison: „Wer hätte gedacht, dass Peter zwei Finals spielt?“ Nicht mal Niemeyer selbst.

Doch weil’s so war, würde der defensive Mittelfeldakteur nun auch Tim Borowski die Stirn bieten, wenn es zu dem Transfer käme. Niemeyer: „Ich habe mir in der vergangenen Saison eine Position erarbeitet, die ich festigen und weiter ausbauen möchte.“

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