Mittelfeldspieler lässt sich durch Borowski-Verpflichtung „nicht verrückt machen“

Niemeyer gibt nicht auf

Peter Niemeyer muss sich bei Werder vorerst mit der Reservistenrolle begnügen.Foto. imago

Werder-Bremen - BREMEN (kni) Es war eine besondere Einheit. Werder-Coach Thomas Schaaf hatte gestern Morgen nur die Profis zum Training bestellt, die noch etwas Rückstand haben. Zum Beispiel die U 21-EM-Teilnehmer Mesut Özil, Sebastian Boenisch und Marko Marin. Peter Niemeyer zählte auch zu den Auserwählten. Dabei hat er die komplette Vorbereitung mitgemacht. Doch nach der Verpflichtung von Tim Borowski

nFlucht aus Bremen

nist kein Thema

ist er im defensiven Mittelfeld nicht mehr erste Wahl, wurde in den letzten Testspielen nur noch eingewechselt und hat deshalb Nachholbedarf. Keine angenehme Situation für den 25-Jährigen, der in dieser Saison eigentlich durchstarten wollte.

„Wenn der Trainer meint, dass ich die Einheit brauche, dann ist das völlig in Ordnung für mich“, stellte Niemeyer nach der Zusatzschicht ganz nüchtern fest. Die Enttäuschung über die Entwicklung bei Werder war ihm dennoch anzumerken. „Ich habe zuletzt weniger gespielt, als ich erhofft hatte“, gestand er immerhin und fügte noch an: „Ich finde, dass es zuvor mit mir ganz gut geklappt hat.“ Von außen ist ein anderer Eindruck entstanden. Niemeyer wirkte gerade in den beiden Tests in Österreich gegen Sturm Graz und FK Jablonec alles andere als souverän. Der 25-Jährige hat es nicht geschafft, sich in den Vordergrund zu spielen und damit seine große Chance zu nutzen.

Nun wurde ihm Borowski vor der Nase gesetzt. Der anvisierte Stammplatz ist mal wieder in weiter Ferne. Wie fast immer in seinen zweieinhalb Jahren bei Werder. Hin und wieder durfte er zwar mal von Beginn an ran, doch dann stoppten ihn meist Verletzungen. Oder wie jetzt die übermächtig erscheinende Konkurrenz. Eine Flucht aus Bremen zu einem anderen Club, bei dem er bessere Karten hätte, schließt Niemeyer trotzdem aus. „Daran verschwende ich keinen Gedanken. Ich glaube auch nicht, dass ein Wechsel im Interesse von Werder wäre.“ Der Mittelfeldmann will sich dem Konkurrenzkampf beim Pokalsieger stellen und ist überzeugt: „Ich bin nicht chancenlos. Wenn ich im Training meine Leistung bringe, bekomme ich auch meine Spielanteile.“ So machte er sich gestern Nachmittag am Weserstadion wieder ans Werk – und diesmal übten auch Borowski und Co. wieder mit.

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