Schaaf grenzt die Baumann-Befugnisse ein – und der findet es gut

„Nicht sein Bereich“

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Welche Ambitionen hegt Frank Baumann? Er verrät es nicht. ·

Bremen - Aus der neuen Rolle von Frank Baumann schlau zu werden, ist nicht ganz leicht. Doch Thomas Schaaf hilft. Sich bei Spielen mit auf die Bank setzen, vor An- und nach Abpfiff Interviews geben – das alles wird in der Übergangsphase „nicht Franks Part sein“, erklärte der Coach gestern.

Er steckte damit die Grenzen ab, wie weit die Befugnisse des Interims-Sportdirektors reichen. Eben nicht sehr weit.

Schaaf wünscht in der Zeit, in der der Werder-Aufsichtsrat nach einem geeigneten Nachfolger für Klaus Allofs sucht, offenbar keinen Kompagnon an seiner Seite. Obwohl er nichts gegen Baumann, den Kapitän der Double-Mannschaft von 2004, einzuwenden hat. „Ich bin begeistert, wie er den Wechsel vom Spieler in seinen neuen Arbeitsbereich vollzogen hat. Er hat sich hervorragend eingearbeitet“, sagte er. Aber dieser Arbeitsbereich beschränkte sich bisher auf die Assistenz von Allofs und beschränkt sich aktuell auf die Assistenz von Schaaf. Mehr nicht. Deshalb: Keine Bank, kein Auftreten als sportlich Verantwortlicher für Baumann. Schaaf: „Es ist nicht sein Bereich, auf der Bank zu sitzen. Das hat er vorher nicht getan und wird er auch jetzt nicht machen. Die Aufgaben von Klaus Allofs sind verteilt worden, wir versuchen, es in der nächsten Zeit gemeinsam abzudecken. Das heißt aber nicht, dass eine Position vergeben wird.“ Den Großteil der Allofs-Aufgaben erledigt Schaaf wohl selbst, für Baumann verändert sich wenig – vorerst jedenfalls. „Das ist mir auch ganz recht so“, sagte der 37-Jährige gestern.

Spricht so jemand, der in die erste Reihe drängt? Baumann gilt in der von Aufsichtsratchef Willi Lemke präferierten Zweier-Lösung als Kandidat auf einen der beiden Posten. Vielleicht als Sportdirektor und Geschäftsführer, vielleicht als eine Art Teammanager ohne Stimme in der Club-Führung. Gestern wagte er den Gang auf den Trainingsplatz und stellte sich anschließend den Fragen der Medienvertreter, blieb die Antwort auf seine Ambitionen aber weiter schuldig. „Es gibt verschiedene Konstellationen. Ich bitte um Verständnis, dass ich darüber nicht sprechen möchte.“ Aus Wolfsburg meldete sich derweil Klaus Allofs und sagte: „Frank Baumann war jetzt zwei Jahre an meiner Seite und ich traue ihm die Aufgabe zu.“ · csa

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