Kein gutes Zeugnis für Allofs

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Allofs bewies ein goldenes Händchen, und Schaaf machte aus den Schnäppchen, die anderswo gescheitert oder in Ungnade gefallen waren, echte Stars – und waren sie noch so schwierig im Umgang.

BREMEN - von Björn Knips. In der Krise steht nicht nur die Mannschaft in der Kritik, sondern auch die sportliche Leitung: Schließlich haben Sportchef Klaus Allofs und Trainer Thomas Schaaf das Werder-Team 2010 so zusammengestellt. In der Vergangenheit war das Erfolgsduo für seine Transfers gefeiert worden.

Allofs bewies ein goldenes Händchen, und Schaaf machte aus den Schnäppchen, die anderswo gescheitert oder in Ungnade gefallen waren, echte Stars – und waren sie noch so schwierig im Umgang.

Und nun? Seit Sommer 2007 hat Allofs 17 Spieler direkt für die Profi-Mannschaft verpflichtet, doch nur vier Mal landete er dabei einen Volltreffer. Lediglich Claudio Pizarro, Marko Marin, Wesley und Mesut Özil dürfen als Tops bezeichnet werden. Und Letzterer ist schon gar nicht mehr da. Özil mussten die Bremer im Sommer für 15,5 Millionen Euro an die „Königlichen“ von Real Madrid abgeben. Ansonsten wäre der Nationalspieler ein Jahr später ablösefrei gewesen, das kann sich Werder nicht leisten.

Die Tops und Flops der Neuzugänge bei Werder

Die Tops und Flops der Neuzugänge bei Werder Bremen

Obwohl: Die Bremer haben sich in den vergangenen drei Jahren durchaus einige kostspielige Neuzugänge geleistet – und dabei eben auch zahlreiche Flops. Als Mutter aller Fehleinkäufe gilt ohne Frage Carlos Alberto. Mit einer Ablösesumme von 7,8 Millionen Euro war der Brasilianer im Sommer 2007 der bis dahin größte Werder-Transfer aller Zeiten – und die größte Skandalnudel in der Vereinsgeschichte. Doch jetzt gibt es einen potenziellen Nachfolger für den schnell aussortierten Alberto: Marko Arnautovic. Der 21-jährige Österreicher, immerhin 6,5 Millionen Euro teuer, trifft fast jedes Fettnäpfchen und viel zu selten das Tor. Natürlich ist Arnautovic erst wenige Monate in Bremen, es kann also noch werden. Das gilt grundsätzlich auch für die Flops Sandro Wagner und Mikael Silvestre, die auch noch nicht so lange da sind. Was fehlt, ist der Glaube daran. Genauso wie bei Tim Borowski und Said Husejinovic, der praktisch nur als Maskottchen auf der Bank sitzt.

Allofs hat für seine Transferarbeit kein gutes Zeugnis verdient. Andererseits: Seit 2004 gab’s immer ein Happy End, das Thema Flops war damit erledigt. Das könnte sich in dieser Saison ändern.

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