Neuer Stürmer ist bereit für die Startelf

Johannsson gibt grünes Licht

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Aron Johannsson freut sich auf Berlin.

Bremen - Bremen ist perfekt für ihn. „Ich bin nicht mehr allein“, freut sich Aron Johannsson. Nun hat der Neuzugang aus Alkmaar nicht gleich persönlichen Anschluss in der Hansestadt gefunden, sondern seine Aussage bezieht sich aufs Sportliche, auf den Sturm.

Denn während er beim AZ Alkmaar als einzige Spitze aufgeboten wurde, hat er bei Werder nun einen Nebenmann: „Mit zwei Stürmern zu spielen, das finde ich besser.“ Gegen Schalke durfte er das zumindest eine halbe Stunde lang erleben, am Freitag gegen Berlin würde er gerne von Beginn an dabei sein: „Wenn mich der Trainer fragt, ob ich starten kann, dann sage ich ihm ja.“

Zwei Wochen ist Johannsson nun in Bremen, und es geht ihm gut, wie er mit einem breiten Lächeln verkündet. Natürlich hat auch ihm die Auftaktniederlage gegen Schalke weh getan, und er konnte auch diese „tolle Atmosphäre im Stadion“ nur bedingt genießen, aber im Prinzip ist er glücklich. „Ich kann jedes Training problemlos bis zum Ende absolvieren“, sagt er. Und einen großen Unterschied zwischen der angeblich nur zweitklassigen holländischen Ehrendivision und der Bundesliga hat er auch noch nicht festgestellt. Zudem spiele Werder wie Alkmaar: „Wir wollen den Ball haben und Fußball spielen.“ Nur das System sei eben anders. Werders Aufstellung mit der Mittelfeld-Raute und den beiden Stürmern davor müsse er noch verinnerlichen, „aber das wir schnell gehen“, verspricht Johannsson.

Man glaubt es ihm, denn der Isländer, der für die USA spielt, wirkt offen und alles andere als schüchtern. Der 24-Jährige kennt sich auch schon ein bisschen aus in Deutschland, saß bereits im Stadion des nächsten Gegners. Wann genau das war, weiß Johannsson zwar nicht mehr, aber damals habe Berlin noch Zweite Liga gespielt. Das Olympiastadion habe ihn beeindruckt, noch mehr aber die Kulisse: „35000 Zuschauer – und das in der Zweiten Liga…“

Am Freitag sollen es sogar 50000 sein. Doch Angst macht ihm das nicht. Gerade als US-Nationalspieler hat auch er schon einiges erlebt – zum Beispiel die WM in Brasilien. Mit dabei war vor einem Jahr auch John Brooks. „Ein guter Freund“, sagt Johannsson über den Abwehrspieler von Hertha BSC: „Ich habe ihn schon angerufen und gefragt, wie sie am Freitag auflaufen werden.“ Er lacht, freut sich über seinen kleinen Scherz. Und noch mehr würde sich der 24-Jährige freuen, wenn er das Olympiastadion als Sieger verlassen dürfte. „Dann könnte ich John beim nächsten Länderspiel schön aufziehen.“ Das ist gar nicht mehr so lange hin. Am 8. September trifft die USA in Foxborough (Massachusetts) auf Rekord-Weltmeister Brasilien.

Bis dahin zählt für Johannsson natürlich nur Werder – und dabei jede Trainingseinheit. Er muss sich schnell mit Sturmpartner Anthony Ujah einspielen. Selbstverständlich glauben beide daran, dass es klappen wird. Für Freitag wäre das perfekt.

kni

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