Schaaf reicht ein Wolf für hinten nicht

Neuer Spieler oder neue Ziele

Thomas Schaaf ·

Werder-Bremen - NORDERNEY · Rückreise von Norderney, Thomas Schaaf sitzt ganz entspannt im Bauch der Fähre. Der Werder-Coach ist zufrieden mit dem Trainingslager, steht den Journalisten gerne Rede und Antwort.

Es bleibt aber nicht beim Schwärmen über die gute Arbeit der Mannschaft, der 50-Jährige nutzt die Gelegenheit, um ungewohnt klare Worte an die Vereinsführung zu richten: „In der Innenverteidigung sind wir im Moment nicht optimal besetzt. Wenn wir so in die Saison gehen sollen, dann muss man was an den Zielen verändern.“

Das letzte Training auf Norderney

Letztes Training auf Norderney

Schon vor einer Woche hatte Schaaf Verstärkungen fürs Abwehrzentrum gefordert, da sich nach den bereits fehlenden Naldo, Per Mertesacker und Sebastian Prödl noch Mikael Silvestre verletzt hatte. Kurz darauf war die Verpflichtung von Andreas Wolf vom 1. FC Nürnberg geglückt. Doch das reicht Schaaf nicht: „Das hat die Situation verbessert, aber nicht ausgeglichen.“ Wenn man ins internationale Geschäft wolle, so Schaaf, sei es fahrlässig, mit so jungen Spielern wie Leon Balogun (23) und Clemens Schoppenhauer (19) als einzige gesunde Innenverteidiger neben Wolf in die Saison zu gehen.

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Der Auftrag an Klaus Allofs ist klar: Der Sportchef soll endlich den Transfer von Sokratis Papastathopoulos (FC Genua) oder eines vergleichbaren Innenverteidigers perfekt machen – mit der nötigen finanziellen Unterstützung des Aufsichtsrates. Schaafs Plädoyer: „Wieviel man riskiert, muss die Geschäftsführung entscheiden. Das muss im Zusammenspiel mit dem Aufsichtsrat funktionieren. Man will ein vernünftiges Maß an Risiko, man will seriös bleiben. Aber auf der anderen Seite muss man wissen, was das bedeutet. Wenn man sieht, wie die anderen Mannschaften aufgerüstet haben, dann weiß man, welcher Konkurrenz man gegenübersteht.“ · kni

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