Werder will heute in Wolfsburg endlich mal wieder auswärts gewinnen

Neuer Monat – neues Glück

Marko Arnautovic wird heute vermutlich als einzige Werder-Spitze auflaufen – kann der Österreicher die Auswärts-Torflaute beenden?

Bremen - Von Malte Rehnert· „Endlich Dezember!“, dürften sich die Werder-Profis denken. Der November hätte, was die Auswärtsauftritte angeht, nicht schlimmer sein können. Drei glasklare Niederlagen, kein einziges Tor geschossen und 13 kassiert. Neuer Monat, neues Glück – heißt jetzt das Motto.

Im Bundesliga-Auswärtsdoppelpack heute (15.30 Uhr) beim VfL Wolfsburg und kommende Woche bei Spitzenreiter Borussia Dortmund brennt Werder darauf, es besser zu machen. „Wir wollen nicht zu sehr nach hinten gucken, das ist nicht so angenehm. Wir wollen die Dinge besser anpacken und uns endlich auch mal wieder auswärts behaupten“, fordert Trainer Thomas Schaaf.

Aber wer soll die Bremer Tore schießen? Die letzten drei gingen beim Heimsieg gegen St. Pauli (3:0) auf das Konto von Hugo Almeida. Doch der Portugiese ist in der Bundesliga bis zur Winterpause rotgesperrt. Und auch Torjäger Claudio Pizarro (Muskelfaserriss im Oberschenkel) wird fehlen. Der Peruaner hatte im DFB-Pokal beim FC Bayern (1:2) am 26. Oktober den letzten Bremer Auswärtstreffer geschossen.

Abschlusstraining am Freitag

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Die Hoffnungen ruhen nun auf Marko Arnautovic. Der Österreicher hat seine Adduktorenprobleme überwunden und signalisierte gestern: „Ich bin bereit.“ Vermutlich wird er als einzige Spitze auflaufen, was beim Spiel in München (0:0) schon mal ganz gut geklappt hat. Ein Tor gelang Arnautovic aber nicht, auswärts hat er bislang nur in der Champions League bei Ex-Club Enschede (1:1) „geknipst“.

Seine Teamkollegen waren allerdings auch nicht viel besser. Pizarro und Marko Marin (je 3) sind die Besten, zudem trafen Almeida, Torsten Frings (beide 2), Tim Borowski, Aaron Hunt und Wesley (je 1) – macht magere 14 Tore in zwölf Auswärtsspielen. Die logische Folge: eine erschreckende Bilanz (siehe Kasten) mit lediglich zwei Siegen – und nur einem davon in der Bundesliga (4:1 in Gladbach).

„Ich hoffe, dass es in Wolfsburg den nächsten gibt“, sagte Philipp Bargfrede gestern. Warum es besonders auswärts so schlecht läuft, kann sich der 21-jährige Mittelfeldmann nicht so recht erklären: „Ich weiß es nicht. Es hängt wohl mit der Gesamtsituation zusammen, die nicht so gut war.“ Marin schlägt in dieselbe Kerbe: „Wir haben auswärts und auch zu Hause nicht die Leistungen gezeigt, die wir von uns erwarten.“

Bis zum letzten Sonntag: Der Heimsieg gegen St. Pauli „hat uns aufgebaut“, meint Marin, „und deshalb bin ich zuversichtlich.“ Genau wie Schaaf: „Die Mannschaft zeigt, dass sie sich befreien, ihre Linie finden will“, lobt der Coach, schränkt aber ein: „Wir haben gesehen, dass einiges richtig läuft – aber noch nicht alles. Wir müssen den Weg der kleinen Schritte weitergehen.“

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