Aufsichtsrat erstellt Profil / Beiersdorfer kommt nur für die Einer-Lösung infrage

Der neue Allofs – wählt sich Bode selbst aus?

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Marko Bode

Bremen - Nein, einen neuen Klaus Allofs gibt es beim SV Werder Bremen noch nicht. Es wird auch noch etwas dauern, bis ein Nachfolger des zum VfL Wolfsburg abgewanderten Clubchefs präsentiert wird. Immerhin ist die Suche eröffnet.

Am Mittwochabend traf sich der Aufsichtsrat mit den verbliebenen Geschäftsführern Klaus-Dieter Fischer und Klaus Filbry zu einer Sondersitzung.

„Es war ein sehr produktives Meeting. Wir haben dreieinhalb Stunden getagt und wie geplant ein Profil für mögliche Kandidaten erstellt. Die Geschäftsführung hat da eine hervorragende Vorarbeit geleistet“, berichtete Aufsichtsratsvorsitzender Willi Lemke, fügte dann allerdings an: „Mehr möchte ich zu diesem Thema nicht sagen. Da bitte ich um Verständnis.“ Werder will in Ruhe suchen. Wasserstandsmeldungen sind dabei tabu.

Durchgesickert ist trotzdem, dass Dietmar Beiersdorfer nur für die Einer-Lösung in Frage kommt. Der 49-jährige Ex-Manager des Hamburger SV sei zu kompetent, erfahren und teuer, um sich die Aufgabe mit einem anderen zu teilen. „Ich tendiere zu einer Zweier-Lösung“, hatte Lemke am Mittwoch beim Allofs-Abschied verkündet. Das weckt Zweifel, ob Beiersdorfer, der ohnehin noch bei Zenit St. Petersburg unter Vertrag steht, wirklich der Topfavorit ist.

Möglicherweise besitzt Frank Baumann bessere Karten. Der Club ist heilfroh, den Ex-Profi als Übergangs-Allofs für das Tagesgeschäft zu haben. Der 37-jährige Ehrenspielführer genießt auch wegen seiner zweijährigen Arbeit als Assistent der Geschäftsführung höchste Wertschätzung im Kontrollgremium. Aber es gibt auch Zweifel, ob er schon so weit ist, diese Verantwortung zu übernehmen. Ohnehin wird diskutiert, ob es sich der Club – wie 1999 bei Klaus Allofs – leisten kann, einem Anfänger in diesem Bereich das Vertrauen zu schenken. Werder hat sich durch die vielen Jahre in der Champions League verändert, gehört trotz der beiden schlechteren Spielzeiten immer noch zu den Top-Adressen in der Bundesliga. Da wäre es gewagt, auf einen oder sogar zwei Neulinge zu setzen.

Auch Marco Bode wäre ein Novize. Der 43-jährige Ex-Profi nimmt beim SV Werder als frisch gewählter Aufsichtsrat und Kandidat für die Allofs-Nachfolge eine Sonderrolle ein: Er ist quasi Suchender und Gesuchter in einer Person. Äußern möchte sich Bode dazu nicht. · kni

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