Nervenstark ins Finale

Werder besiegt Bayern im Elfmeterschießen

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Im Elfmeterschießen gewann Bremen gegen die Bayern.

Hamburg - Aus Hamburg berichtet Carsten Sander - Werder Bremen hat am Samstag nicht nur ein Spiel gegen Bayern München gewonnen, sondern auch zwei erfreuliche Erkenntnisse. Erstens: Sebastian Mielitz ist wie sein Vorgänger Tim Wiese ein Elfmeterkiller. Zweitens: Die Bremer selbst haben wieder sichere Schützen.

Im Halbfinale des „Liga-total!-Cups“ in Hamburg musste am Samstag das Elfmeterschießen die Entscheidung bringen, nachdem es nach 60 Minuten 2:2 (1:1) gestanden hatte. Mielitz parierte dabei gegen Franck Ribery und Bastian Schweinsteiger. Mehmet Ekici, Clemens Fritz, Lukas Schmitz und Neuzugang Kevin De Bruyne schossen Werder ins Endspiel, wo am Sonntag (18.35 Uhr) Double-Sieger Borussia Dortmund wartet. Das Spiel um Platz drei (16.45 Uhr) bestreiten Gastgeber Hamburger SV und die Bayern.

Bilder vom Spiel

Liga-Total-Cup: Bremen besiegt den FC Bayern München

Gegen den Vize-Meister schickte Thomas Schaaf zunächst jene Elf auf den Platz, die sich nach fünf Wochen Vorbereitung als stärkste Formation herauskristallisiert hat. Der erst am Donnerstag verpflichtete Kevin De Bruyne fehlte in der Startelf.

Bei den Bayern saßen Schweinsteiger und Ribery sowie die Millionen-Einkäufe Dante und Mario Mandzukic auf der Bank. Claudio Pizarro fehlte gleich ganz im Kader der Münchner. Wegen seiner Hüftbeschwerden war er doch nicht mit nach Hamburg gereist. Also fiel das Wiedersehen mit den alten Weggefährten aus.

Für Nils Petersen nicht. Der von den Bayern für eine Saison an Bremen ausgeliehene Stürmer stand natürlich in der Startelf und sorgte gleich mal für einigen Ärger bei seinen Ex-Kollegen. Nach Zuspiel von Clemens Fritz traf der 23-Jährige aus zehn Metern ungehindert zum 1:0.Es war ein besonderer Moment für Petersen und hätte für Werder das Signal sein können, mehr Druck auf die alles andere als stabile Bayern-Defensive zu machen. Doch die Initiative ergriffen zumeist die Münchner. Verdienter Lohn: Der Ausgleich durch Neuzugang Xherdan Shaqiri (27.). Werder-Schlussmann Sebastian Mielitz hatte dem Schweizer die kurze Ecke förmlich angeboten, und Shaqiri nahm dankend an.

Nach der Pause brachte Schaaf zwar Niclas Füllkrug für den Torschützen Petersen, Kevin De Bruyne ließ er aber weiterhin auf der Bank. Bayern-Coach Jupp Heynckes wechselte ebenfalls, schickte nun Ribery und Schweinsteiger auf den Platz – für den deutschen Nationalspieler war es der erste Einsatz seit dem EM-Aus. Auch Mandzukic kam, der von Bayern-Präsident Uli Hoeneß kritisierte Mario Gomez („Er ist gut, aber nicht sehr gut“) schlich angeschlagen in die Kabine.Fast alle großen Bayern-Namen waren nun im Spiel, aber für den nächsten Knall-effekt sorgte einer, der sich erst noch einen Namen machen will. Und der trug nicht Rot, sondern Grün: Niclas Füllkrug staubte nach einem Eckball und einem erneuten Tohuwabohu in der Münchner Hintermannschaft aus kurzer Distanz zum 2:1 ab (43.).

Kurz darauf kam dann endlich Kevin De Bruyne. Elf Minuten durfte er noch ran – als Ablösung für Arnautovic auf der rechten Seite. Was er erlebte, war der Last-Minute-Ausgleich durch Toni Kroos und den Shootout vom Elfmeterpunkt, den er für sich selbst zur Vorstellung nutzte. Nervenstark verwandelte er als vierter Bremer Schütze und klatschte anschließend in die Bremer Fan-Kurve: Hallo, da bin ich – es freut mich, euch kennen zu lernen.Werder: Mielitz - Gebre Selassie, Prödl, Sokratis, Schmitz - Fritz - Junuzovic, Hunt - Arnautovic (49. De Bruyne), Petersen (31. Füllkrug, Elia (49. Ekici).


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