Valencias ungewöhnliche Vorbereitung / Die Fans sind richtig heiß auf Werder

Nanu? Erholung statt Training!

Verordnete seinen Spielern gestern eine Ruhepause: Valencias Trainer Unai Emery.

Valencia · Die spanischen Journalisten konnten es nicht fassen. Kurzerhand hatte Trainer Unai Emery gestern das Abschlusstraining des FC Valencia abgesagt.

Der Coach gönnte seinen Spielern vor dem Europa-League-Spiel heute gegen Werder Bremen lieber „Ruhe und Erholung“. Schließlich sei sein Team noch am Montagabend in der Primera Divison gegen Santander (0:0) gefordert gewesen, erklärte Emery und belehrte die Medienvertreter bei der Pressekonferenz im Estadio Mestalla noch mit den Worten: „Wir Profis wissen da besser Bescheid . . .“

Werders Abschlusstraining

Abschlusstraining in Valencia

Dabei bewegt sich Emery durchaus auf dünnem Eis. Denn am Saisonende läuft sein Vertrag aus. Und die Chancen sollen lediglich 50:50 stehen, das der FC Valencia dem erst 38-Jährigen weiter das Vertrauen schenkt. Ein Ausscheiden in der Europa League würde den Emery-Kritikern neue Nahrung liefern. Zumal der internationale Wettbewerb Valencias einzige Chance ist, in dieser Saison noch einen Titel zu holen. Aus dem spanischen Pokal hat sich der Club bereits verabschiedet, und in der Primera Divison sind der FC Barcelona und Real Madrid eine Klasse für sich. Immerhin darf sich Valencia das Beste vom Rest nennen und als Tabellendritter auf die Qualifikation zur Champions League hoffen. Doch nach zuletzt schwachen Leistungen ist der Vorsprung geschmolzen, dementsprechend angespannt ist die Stimmung.

„Das ist ein wichtiges Duell für die Zukunft des Vereins“, gestand Emery und forderte von seinem Team totale Konzentration. Personell wollte er sich noch nicht in die Karten blicken lassen. Selbst die Torwartfrage ist noch offen. Eigentlich gilt Cesar als Nummer eins, doch Miguel Angel Moya bekommt immer wieder eine Chance – also vielleicht auch heute. Gesetzt ist dagegen ein gefürchtetes Offensiv-Quadrat: Pablo Hernandez, Juan Mata, David Silva und David Villa sind quasi das Gegenstück zu den Bremern Marko Marin, Mesut Özil, Aaron Hunt und Claudio Pizarro. „Diese Vier da vorne stehen für Gefahr“, zollt Werder-Coach Thomas Schaaf dem spanischen Angriffsquartett jede Menge Respekt.

Die Kulisse dürfte ebenfalls beeindruckend sein. Denn anders als bei den bisherigen Europa-League-Spielen wird mit einem recht vollen Estadio Mestalla gerechnet. 35 000 der 50 000 Tickets sind schon weg. Und das liegt vor allem an Werder. Denn die Fans sollen nach den Vorkommnissen vor gut fünf Jahren richtig heiß auf das Duell mit den Norddeutschen sein. „Sie wollen Revanche“, hat auch Coach Emery mitbekommen, fordert allerdings zugleich: „Wir wollen nur eine sportliche Revanche – und zwar auf dem Rasen.“ Drei Spieler von damals sind heute noch dabei: Carlos Marchena, David Navarro und Ruben Baraja. Ob sie besonders heiß sind, ist nicht bekannt, aber sie dürften nach der ungewöhnlichen Trainingspause zumindest sehr ausgeruht sein . . .

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