Namensrechte als Gegenleistung

Kaufleute sollen Talente fördern

Bremen - Der Präsident will, dass Werder bald wächst. Das Nachwuchsleistungszentrum soll ausgebaut und damit fit für die Zukunft gemacht werden, hat Dr. Hubertus Hess-Grunewald im Trainingslager im Zillertal gefordert und gleich noch angemerkt: Sollte kein Ausbau in der Pauliner Marsch möglich sein, dann wäre die Zukunft des Bundesliga-Standorts Bremen in Gefahr (wir berichteten).

Doch wie will Werder den Ausbau überhaupt bezahlen? Schließlich ist der Club finanziell alles andere als auf Rosen gebettet, jeder Euro zählt. Und deshalb hat sich Hess-Grunewald etwas überlegt.

„Die Idee ist, Bremer Kaufleute und Unternehmer davon zu überzeugen, sich für die Zukunft von Werder zu engagieren“, sagt der 54-Jährige. Schließlich setzt der Club voll auf die Jugend, will Stars entwickeln, so auch mit weniger Geld konkurrenzfähig bleiben und sich auch durch Transfereinnahmen finanzieren. „Natürlich haben wir da schon Gespräche geführt und vorgefühlt“, verrät Hess-Grunewald und ist durchaus optimistisch: „Die emotionale Bindung bei so einer Sache ist doch sehr groß. Man hat als Sponsor nicht nur seinen Schriftzug irgendwo im Stadion, sondern man fördert direkt den Nachwuchs, den man dann vielleicht später bei den Profis sehen kann.“ Um das Engagement aber auch für jedermann erkennbar zu machen, kann sich der Werder-Präsident und Geschäftsführer als Gegenleistung durchaus vorstellen, „etwas mit den Namensrechten am Leistungszentrum zu machen“.

Wie viel Geld Werder für den Ausbau benötigt, sei noch nicht klar. „Aber wir wollen da ganz bestimmt keinen Palast hinbauen“, betont Hess-Grunewald. Es geht demnach nicht um hohe Millionen-Beträge, aber durchaus um Kosten, die Werder nur ungerne alleine schultern würde. Denn dann müsste wieder an anderer Stelle gespart werden. Oder man müsste sich Geld leihen. Aber das würde Hess-Grunewald gerne vermeiden und hofft, dass Bremer Unternehmer diesen Teil des Werder-Wegs finanziell mitgestalten.

kni

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