Brasilianer will nach starkem Startelf-Comeback mehr / Sportchef Allofs bremst noch

Naldos nächstes Ziel ist der Stammplatz

Das Visier ist noch nicht scharf gestellt: Naldos Schüsse landeten allesamt auf der Tribüne. ·

Bremen - Auf den ersten Blick sind die Werte überragend. Von 24 Zweikämpfen hat Naldo im Heimspiel gegen Borussia Dortmund 20 gewonnen (83 Prozent) – damit war er der Beste auf dem Platz. „Ich hatte keine Angst, in die Zweikämpfe zu gehen“, meinte der Brasilianer.

Hinzu kamen für einen Innenverteidiger satte vier Torschüsse. Bei genauerem Hinsehen war das umjubelte Startelf-Comeback nach fast exakt 17 Monaten immer noch sehr stark, allerdings nicht mehr ganz so ruhmreich. Denn: Vor dem 0:1 von Ivan Perisic (42.) sah Naldo nicht gut aus. Und seine Torabschlüsse gingen so weit drüber, dass die Zuschauer im VIP-Bereich der Ostkurve fast schon in Deckung gehen mussten.

„Die Schüsse waren nicht gut“, gestand Naldo, der angesichts der Niederlage natürlich „ein bisschen traurig“ war – aber eben auch stolz, endlich den nächsten Schritt auf dem Weg zurück zur Werder-Stammkraft gemacht zu haben. „Ich habe erst eine Stunde vorher in der Besprechung erfahren, dass ich spiele. Es war super, wie ein Traum“, schwärmte der 29-Jährige.

In mühsamer Kleinarbeit hatte er sich nach seiner schweren Knieverletzung zurückgekämpft und zuletzt immer mehr Druck auf seine Verteidiger-Konkurrenz Andreas Wolf und Sebastian Prödl, der diesmal draußen saß, gemacht. „Man hat gesehen, dass er unbedingt rein, sich beweisen und zeigen will“, erklärte Werder-Trainer Thomas Schaaf.

Und Naldo enttäuschte die Bremer Verantwortlichen nicht, antizipierte vorzüglich und ließ dadurch erst gar keine Gefahr aufkommen. „Ich denke, das hat er gut gemacht“, meinte Sportchef Klaus Allofs. Ähnlich sahen es die Mitspieler, etwa Marko Marin: „Ich fand ihn super. Er hat fast jedes Kopfballduell gewonnen und hinten ruhig rausgespielt. Man hat gesehen, wie wichtig er für uns ist.“

Naldo selbst hofft, dass er nun drin ist im Team und am Freitag in Augsburg „wieder spielen darf. Und dann wollen wir gewinnen, vielleicht sogar zu Null.“ Allofs ist allerdings noch ein gutes Stück davon entfernt, den Brasilianer schon als Stammspieler zu bezeichnen: „Das werden die kommenden Tage und Wochen zeigen. Wir haben da hinten einen guten Konkurrenzkampf, auch Prödl hat dort zuletzt ordentlich gespielt.“ · mr

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