Werder soll Wolfsburg den Weg in die Königsklasse frei räumen / Allofs: „Das wäre toll“

Naldo setzt voll auf Hunt

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Hilfe erwünscht! Ohne Aaron Hunt und Werder Bremen schafft es Naldo (li.) mit dem VfL Wolfsburg ganz sicher nicht in die Champions League. 

Bremen - Beim „Doubiläum“ fehlte er. Er sei, sagt Klaus Allofs und lacht, „beruflich verhindert“ gewesen. Logisch, der Mann steckt als Sportdirektor des VfL Wolfsburg voll im Bundesliga-Stress.

Am Samstag, als sich die Double-Helden von 2004 in Bremen trafen, weilte Allofs mit dem VfL in Stuttgart, fuhr dort drei wichtige Punkte im Kampf um die Champions-League-Qualifikation ein. Aber die Königsklasse wird für Wolfsburg unerreichbar bleiben, wenn nicht ausgerechnet Werder Bremen am letzten Spieltag Schützenhilfe leistet. Punktet der einst von Allofs geführte Club am Samstag beim aktuellen Vierten Bayer Leverkusen, kann Wolfsburg mit einem Sieg über Borussia Mönchengladbach noch an der Werkself vorbeiziehen. „Wir sind“, sagt deshalb Außenverteidiger Christian Träsch, „alle Werder-Fans.“

Auch Allofs. „Und ich muss dafür nicht mal in eine neue Haut schlüpfen. Wenn Werder nicht gerade gegen Wolfsburg spielt, drücke ich der Mannschaft immer die Daumen.“ Aber nie so doll wie am Samstag. Ein erfolgreicher Bremer Auftritt in Leverkusen hätte für den VfL schließlich „eine schöne Nebenwirkung“, so Allofs – den eigenen Sieg vorausgesetzt: „Wir müssen unsere Aufgabe erledigen. Wenn Werder uns dann helfen sollte, wäre das toll.“

In Leverkusen zu punkten, sei dem Team allemal zuzutrauen, glaubt Allofs: „Werder kann das, hat ja schon das Hinspiel gewonnen (1:0, d. Red.). Jetzt können sie befreit aufspielen, was sich hoffentlich positiv bemerkbar macht. Leverkusen hat dagegen den Druck, gewinnen zu müssen.“

Den hat Wolfsburg auch. Alle wollen sie in die Champions League – und Naldo, der andere Ex-Bremer beim VfL, greift dafür zur Motivationsspritze. Injiziert wird sie aber nicht bei den aktuellen, sondern bei den ehemaligen Kollegen. Genauer bei seinem Kumpel Aaron Hunt, der plötzlich nicht nur Bremer, sondern auch Wolfsburger Hoffnungsträger ist. „Er ist zur Zeit sehr gut drauf. Ich weiß, dass er immer gewinnen will – und jetzt ist es sein letztes Spiel für Werder. Aaron will sicher einen guten Abschied haben“, meint Naldo. Damit die zwei Tore gegen Hertha BSC nicht Hunts letztes Hurra im Werder-Trikot bleiben, lobt Naldo eigens ein Abendessen aus: „In seinem Lieblingslokal, auf meine Rechnung. Wenn alles klappt.“

Vielleicht setzt Hunt in Leverkusen mit der Aussicht auf ein Gratis-Luxus-Menü wirklich noch einen drauf und sorgt dafür, dass sich Geschichte wiederholt. Denn 2008 schaffte Wolfsburg am letzten Spieltag noch den Sprung in den Uefa-Cup, weil Werder – damals mit Naldo, aber ohne Hunt – mit einem 1:0 in Leverkusen half. · csa

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