Gegen Union Berlin kann er Zeichen setzen

Für Naldo schon eine Generalprobe?

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Naldo könnte gegen Union Berlin ein Zeichen setzen.

Bremen - Zurück aus Nyon. Zwei Tage lang hatte Thomas Schaaf mit Europas „Elitetrainern“ über die Themen des internationalen Fußballs konferiert. Simultandolmetscher übersetzten Meinungen und Referate zu Themen, die mitunter überraschen.

So wurde unter den 20 anwesenden Trainer nicht nur über die neuesten Trends in Sachen Taktik, Technik und Trainingsmethodik gesprochen, sondern auch über die Länge, die ein Rasen in einem Fußball-Stadion haben sollte, ob er vor Anpfiff gewässert werden sollte oder nicht. „Das sind Dinge, die auch wichtig sind“, sagt Schaaf, der sich durch die jahrelange Präsenz Werder Bremens in der Champions League Zutritt zum Kreis der Besten des Kontinents verschafft hatte.

Nach „zwei vollen Tagen“ mit Josep Guardiola (FC Barcelona), Sir Alex Ferguson (Manchester United FC), Andre Villas-Boas (FC Chelsea) sowie Per Mertesackers neuem Coach beim FC Arsenal, Arsene Wenger („Wir haben uns nur kurz über den Wechsel unterhalten und gut war‘s“, so Schaaf), muss der Werder-Coach nun eine neue Herkulesaufgabe angehen. Wie das Loch in der Viererkette schließen, das Mertesacker hinterlassen hat?

Training am Freitag

Werder-Training am Freitag

Naldo ist die einfachste, aber zugleich auch komplizierteste Antwort. Denn ob der Brasilianer schon wieder als vollwertige Kraft durchgeht, kann auch Schaaf nicht final sagen. „Im Training wird es immer besser. Er kommt näher und näher an seine Sicherheit und die Mannschaft heran.“ Das Testspiel heute beim Zweitligisten Union Berlin (15.30 Uhr) soll Aufschlüsse geben, wie weit der 28-Jährige auf seinem Weg zu alter Stärke bislang gekommen ist. Möglicherweise wird die Partie für Naldo zur Generalprobe für das Bundesliga-Spiel eine Woche später gegen den Hamburger SV. „In Berlin“, meint Naldo, „muss ich volle Leistung bringen. Vielleicht reicht es dann gegen den HSV schon zu einem Platz im Kader.“

Darauf warten die Fans, darauf wartet auch Thomas Schaaf. Er will vor allem sehen, dass Naldo gegen Union ohne mentale Sperre agiert, nicht mehr an die Knie-Verletzung, die ihn für 15 Monate aus der Bahn geworfen hatte, denkt. „Die Frage ist doch: Hat er die Ruhe und die Sicherheit, damit er sich voll auf das Spiel konzentrieren kann“, erklärt Schaaf: „Nach dem Spiel werden wir uns dann unsere Gedanken machen.“ · csa

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