Erstes Freistoß-Tor seit Februar 2010 / „Etwas Besonderes für mich“

Naldo hämmert wieder

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Naldo als Lautsprecher: Für die Ostkurve stimmte der Brasilianer den kultigen Andree-Wiedener-Tanz an.

Bremen - 108 km/h – wie kann ein Mann mit solch dünnen Beinen nur so hart schießen? Naldo lacht über derlei Fragen. „Das ist nur Technik, hat nichts mit Kraft zu tun“, grinste der Brasilianer.

Mit seinem beeindruckenden Freistoß-Hammer in den Winkel des VfB-Kastens hatte er gestern die Vergangenheit ins Weserstadion zurückgeholt. Unglaublich lange hatten die Bremer Fans auf eines dieser typischen Naldo-Tore warten müssen.

Werder in der Einzelkritik

Tim Wiese: Erst musste der Keeper nur aufpassen, dass er bei dem Wind nicht wegfliegt, dann flog Wiese freiwillig und parierte klasse nach Tascis Kopfball (41.). In der Nachspielzeit besorgte sich der Nationaltorwart durch einen kleinen Fehler noch selbst eine feine Parade. Note 2,5 © nordphoto
Aleksandar Ignjovski: Diesmal wurde der junge Serbe rechts gebraucht – und das machte der 20-Jährige mit dem bissigen Zweikampfverhalten gut. Note 2,5 © nordphoto
Andreas Wolf: Bekam den Vorzug vor Prödl und rechtfertigte das Vertrauen mit einer ordentlichen Partie. Zwei tollen Rettungstaten (75./77.) steht aber auch eine eher schwache Zeikampfquote (62 Prozent) gegenüber. Note 3 © 
Naldo: Er gewann 85 Prozent seiner Zweikämpfe und 95 Prozent seiner Pässe kamen an – allein diese Zahlen sind schon spitze. Doch mit seinem Hammer-Tor (67.) setzte Naldo sogar noch einen drauf. Note 1 © nordphoto
Lukas Schmitz: Der Linksverteidiger überzeugte mit einem unaufgeregten Auftritt. Note 3 © nordphoto
Philipp Bargfrede: Vor der Pause fabrizierte der Sechser im Spielaufbau noch viel Murks, dann leitete er das 1:0 ein und holte den Freistoß zum 2:0 raus. Vor der Abwehr defensiv nicht immer im Bilde. Note 3 © nordphoto
Clemens Fritz: Stark, wie er sich vor dem 1:0 durchsetzt. Es passte zum kämpferisch guten Auftritt des Kapitäns, der auch viele VfB-Angriffe stoppte. Note 2,5 © nordphoto
Aaron Hunt: Spielfreude gepaart mit großer Einsatzbereitschaft – das bringt nicht nur ein Tor (57.), sondern auch eine richtig gute Leistung. Note 2 © nordphoto
Marko Marin (bis 79.): Der Einsatz stimmte, der Ertrag leider nicht. Zwei erfolgversprechende Werder-Konter (13. und 41.) zerstörte der Spielmacher fahrlässig und eigensinnig – und so war fast sein ganzes Spiel. Note 4 © nordphoto
Markus Rosenberg (bis 75.): Was wäre wohl passiert, wenn er in der 15. Minute nicht allein vor VfB-Keeper Ulreich kläglich gescheitert wäre? Aber so kam nichts mehr vom Schweden. Note 5 © nordphoto
Marko Arnautovic (bis 87.): Auch der Österreicher blieb ohne Treffer – und das sogar bei zwei Riesenchancen (23./26.). Aber dafür ackerte der Angreifer unermüdlich, arbeitete viel nach hinten und blieb gefährlich. Note 3 © nordphoto
Sandro Wagner (ab 75.): Auch der „Joker“ wurde zum Chancentod (81./84.), ohne Pizarro gibt‘s eben keine Stürmertore. Note - © nordphoto
Mehmet Ekici (ab 79.): Der Platz in der Startelf ist wieder futsch, immerhin durfte der Spielmacher noch ein paar Minuten ran. Note - © nordphoto
Florian Trinks (ab 87.): Tatsächlich – den Trinks gibt‘s auch noch. Erster Saisoneinsatz, nachdem das Eigengewächs in der Rückrunde der Vorsaison immerhin acht Mal dabei war. Note - © nordphoto

Es war am 9. Februar 2010, als er im DFB-Pokal-Viertelfinale gegen 1899 Hoffenheim per Freistoß zum 1:0 (Endstand 2:1) getroffen hatte. Seitdem gab‘s keinen Naldo-Hammer mehr, nur noch „normale“ Tore in der Liga gegen Hannover (13. Februar) und in der Europa League gegen Twente Enschede (25. Februar). Und dann eine 16-monatige Verletzungspause. Doch jetzt hämmert er wieder – und ist darüber grenzenlos glücklich.

So schön jubelt Bremen mit Naldo

Über ein Jahr mussten die Bremer Fans auf ihren Liebling Naldo verzichten. umso größer war der Jubel im Weserstadion, als der Brasilianer in der 67. Minute gegen Stuttgart den Hammer auspackte und das vorentscheidende 2:0 erzielte. © Nordphoto
Über ein Jahr mussten die Bremer Fans auf ihren Liebling Naldo verzichten. umso größer war der Jubel im Weserstadion, als der Brasilianer in der 67. Minute gegen Stuttgart den Hammer auspackte und das vorentscheidende 2:0 erzielte. © Nordphoto
Über ein Jahr mussten die Bremer Fans auf ihren Liebling Naldo verzichten. umso größer war der Jubel im Weserstadion, als der Brasilianer in der 67. Minute gegen Stuttgart den Hammer auspackte und das vorentscheidende 2:0 erzielte. © Nordphoto
Über ein Jahr mussten die Bremer Fans auf ihren Liebling Naldo verzichten. umso größer war der Jubel im Weserstadion, als der Brasilianer in der 67. Minute gegen Stuttgart den Hammer auspackte und das vorentscheidende 2:0 erzielte. © Nordphoto
Über ein Jahr mussten die Bremer Fans auf ihren Liebling Naldo verzichten. umso größer war der Jubel im Weserstadion, als der Brasilianer in der 67. Minute gegen Stuttgart den Hammer auspackte und das vorentscheidende 2:0 erzielte. © Nordphoto
Über ein Jahr mussten die Bremer Fans auf ihren Liebling Naldo verzichten. umso größer war der Jubel im Weserstadion, als der Brasilianer in der 67. Minute gegen Stuttgart den Hammer auspackte und das vorentscheidende 2:0 erzielte. © Nordphoto
Über ein Jahr mussten die Bremer Fans auf ihren Liebling Naldo verzichten. umso größer war der Jubel im Weserstadion, als der Brasilianer in der 67. Minute gegen Stuttgart den Hammer auspackte und das vorentscheidende 2:0 erzielte. © Nordphoto
Über ein Jahr mussten die Bremer Fans auf ihren Liebling Naldo verzichten. umso größer war der Jubel im Weserstadion, als der Brasilianer in der 67. Minute gegen Stuttgart den Hammer auspackte und das vorentscheidende 2:0 erzielte. © Nordphoto
Über ein Jahr mussten die Bremer Fans auf ihren Liebling Naldo verzichten. umso größer war der Jubel im Weserstadion, als der Brasilianer in der 67. Minute gegen Stuttgart den Hammer auspackte und das vorentscheidende 2:0 erzielte. © Nordphoto
Über ein Jahr mussten die Bremer Fans auf ihren Liebling Naldo verzichten. umso größer war der Jubel im Weserstadion, als der Brasilianer in der 67. Minute gegen Stuttgart den Hammer auspackte und das vorentscheidende 2:0 erzielte. © Nordphoto
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Über ein Jahr mussten die Bremer Fans auf ihren Liebling Naldo verzichten. umso größer war der Jubel im Weserstadion, als der Brasilianer in der 67. Minute gegen Stuttgart den Hammer auspackte und das vorentscheidende 2:0 erzielte. © Nordphoto

„Dieses Tor ist etwas Besonderes für mich“, schwärmte Naldo gestern: „So ein Treffer zu Hause vor den Fans, die mich immer unterstützen – das ist toll.“

Der Treffer zu 2:0 gegen den VfB Stuttgart war aber nur das Sahnehäubchen auf eine überzeugende Leistung, die selbst Trainer Thomas Schaaf nicht von seinem Innenverteidiger erwartet hatte. Noch am Freitag hatte er Naldos Einsatz infrage gestellt. Er sei nach seiner Bronchitis noch nicht topfit, meinte Schaaf. Das stimmte auch, bestätigte Naldo: „Ich war ein bisschen müde“. Aber wach genug, um den Freistoß zu versenken. Der erste seit seinem Comeback. „In den letzten Wochen“, feixte Kollege Clemens Fritz, „musste er noch sein Visier einstellen. Jetzt passte es wieder.“ · csa

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