Noch kein Ende bei Naldos Leidenszeit absehbar

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Seit Beginn der Saison ist Naldo wegen einer Knieverletzung außer Gefecht gesetzt.

Werder Bremen - Sein Lächeln hat Naldo trotz allem nicht verloren. Dabei ist die erste Saisonhälfte für den stets freundlichen brasilianischen Innenverteidiger vom Fußball-Bundesligisten Werder Bremen bereits eine verlorene.

Seit Saisonbeginn ist Ronaldo Aparecido Rodrigues wegen einer rätselhaften Knieverletzung außer Gefecht gesetzt. Wann er wieder fit ist, ist derzeit völlig offen. Angesprochen auf den Genesungsprozess des 28-Jährigen macht sein Trainer Thomas Schaaf eine theatralische Geste. „Im Moment weiß nur er da oben“, sagt Schaaf und blickt fast flehend in den Himmel, „wann er wieder da ist.“ Der monatelange Ausfall des schussgewaltigen, 1,98 Meter großen Abwehrhünen wiegt besonders schwer. „Stellen Sie sich vor, wir hätten Naldo verkauft und keinen Einsatz verpflichtet. Was wäre das Geschrei dann groß gewesen“, beschreibt Schaaf die derzeitige Lage ohne den Leistungsträger.

Die Verletzungsmisere mit den wochenlangen Ausfällen auch von Kapitän Torsten Frings, Torjäger Claudio Pizarro und Clemens Fritz traf Werder hart. Ohne die verletzten Profis kamen die Bremer in der Liga nicht in Tritt und gingen mit 0:4 bei Inter Mailand in der Champions League unter. Doch als es nicht lief, wies Schaaf vor allem auf Naldos Abwesenheit hin: „Er stand uns mit all seinen Qualitäten bislang noch gar nicht zur Verfügung. Das ist natürlich ein Grund dafür, dass es bei uns noch nicht so läuft. Er ist ein ganz wichtiger Faktor.“

Der Brasilianer selbst lässt sich nicht entmutigen und hofft beharrlich auf ein baldiges Comeback. „Ich hoffe, dass ich nächste Woche wieder mit der Mannschaft trainieren kann“, sagte er zu Beginn dieser Woche. Nur, dieses Credo gibt der Brasilianer kontinuierlich seit Trainingsbeginn im Sommer aus, um dann doch immer wieder alleine ein Reha-Programm abzuspulen. Realistischer erscheint eine Rückkehr - wenn überhaupt - zur Rückrunde. Derzeit trainiert der noch bis 2013 an den Club gebundene Verteidiger nur im Kraftraum. Dabei fehlt er den Bremern an allen Ecken und Enden. In der Bundesliga kassierte Werder bereits 17 Gegentore, genau so viele wie der Krisenclub VfBStuttgart. Nur Borussia Mönchengladbach bekam mit 23 noch mehr.

Dazu vermisst man Naldos Torgefährlichkeit. In der vergangenen Saison erzielte er elf Pflichtspieltore für Werder. „Das ist ganz hart, der Mannschaft nur von außen zuzusehen“, gibt Naldo zu. Und in diesem Moment setzt er tatsächlich eine traurige Miene auf. So lange wie jetzt hat er seit seinem Wechsel 2005 an die Weser noch nie zuschauen müssen.

dpa

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