Es gab angeblich Unstimmigkeiten wegen der Verletzungsdauer / Deutsche nach Brasilien?

Naldo: Darum ist Wesley weg

Bremen - Nun ist Naldo wieder einziger Brasilianer bei Werder – Landsmann Wesley zog es zurück in die Heimat. „Das ist schade“, sagt der Innenverteidiger, freut sich aber gleichzeitig für seinen Freund Wesley: „Er war hier unglücklich.“ Aber warum? Auch darüber spricht Naldo – und das rückt die medizinische Abteilung in den Blickpunkt.

Es geht um Wesleys Verletzung im November 2011, einen Sehnenriss im Oberschenkel. „Die Ärzte in Brasilien haben ihm gesagt, das würde insgesamt nur zwei Monate dauern, in Deutschland wurden es dann vier Monate“, berichtet Naldo und erinnert sich: „Deshalb war Wesley sehr unzufrieden.“

Das Vertrauen sei weg gewesen, auch deshalb sei der 24-Jährige nie mehr richtig in Schwung gekommen. Letztlich folgte nun der Wechsel zu Palmeiras Sao Paulo. „Ich denke, dass er dort glücklich wird“, sagt Naldo, der auch schon so seine medizinischen Probleme in Deutschland hatte. Vor einem Jahr flog er gegen den Rat deutscher Spezialisten nach Brasilien, um sich dort nach bereits mehrmonatiger Pause am Knie operieren zu lassen. Im September feierte er sein Comeback und seine Ärzte in der Heimat.

Jetzt ist Naldo wieder verletzt, vertraut bei seinem Außenbandanriss im Knie aber den hiesigen Medizinern. Morgen will er endlich draußen laufen und am nächsten Wochenende gegen den Hamburger SV im Kader stehen.

Dass er in der neuen Saison wieder einen Landsmann ins Team bekommt, glaubt Naldo übrigens nicht: „Ich denke, Werder wird nach den Erfahrungen mit Carlos Alberto und Wesley sehr, sehr vorsichtig sein. Außerdem werden Brasilianer immer teurer und verdienen jetzt auch dort sehr gut.“ Deshalb hält Naldo bald den umgekehrten Weg für möglich: „Deutsche in Brasilien – das würde passen. Arne Friedrich soll da schon im Gespräch sein.“ · kni

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