Gibt es trotzdem bald den neuen Vertrag? / „Ich gehe davon aus, dass wir in den nächsten Tagen Vollzug melden können“

Die nächsten Misstöne: Allofs rügt forschen Fischer

Klaus-Dieter Fischer

Bremen - Irgendwie ist dieser November der Monat der Bremer Misstöne. Vor wenigen Tagen widersprach Claudio Pizarro wegen seiner Knieverletzung Trainer Thomas Schaaf, gestern sorgten die beiden Werder-Geschäftsführer Klaus Allofs und Klaus-Dieter Fischer für Irritationen.

Allofs war sogar richtig angefressen, dass Fischer in einem Halbzeit-Interview bei Sky eine baldige Vertragsverlängerung des Kollegen angekündigt hatte.

„Herr Fischer war bei den Verhandlungen nicht dabei“, stellte Allofs nach dem Sieg gegen Stuttgart klar: „Ich gebe keine Wasserstandsmeldungen ab, das ist so abgesprochen. Es wundert mich, dass es von anderer Seite gemacht wird. Es ist eine Einschätzung, ohne, dass er ganz nah dran ist.“ Denn die Verhandlungen finden ausschließlich zwischen Allofs und dem Aufsichtsrat, vertreten durch den Vorsitzenden Willi Lemke und dessen Stellvertreter Hubertus Hess-Grunewald, statt. Wie zum Beispiel am Freitag, als sich beide Parteien zum dritten Mal trafen. Dem Vernehmen nach soll es leichte Fortschritte gegeben haben.

Dazu passt Fischers Auftritt bei Sky. „Ich gehe davon aus, dass wir in den nächsten Tagen Vollzug melden können“, sagte der 70-Jährige, der in seiner weiteren Funktion als Vereinspräsident durchaus eine Vermittlerrolle einnimmt. Fischer hat sowohl zu Allofs als auch zu Lemke einen guten Draht und schon vor Wochen auf der Mitgliederversammlung eine baldige Vertragsverlängerung gefordert.

Die Zeit drängt. Noch in diesem Jahr muss eigentlich Klarheit herrschen, schließlich sind die Planungen für die neue Serie bereits angelaufen, 13 Profi-Verträge laufen im Sommer aus. Außerdem geht es um die Zukunft von Thomas Schaaf. Der Trainer, dessen Kontrakt ebenfalls nach der Serie endet, hat sich deutlich für einen Verbleib von Allofs ausgesprochen. Deshalb wird längst spekuliert, dass bei einem Ende der Ära Allofs auch Schaaf geht.

Kurios: Vor Fischer war bereits Frank Baumann, der Assistent von Allofs, vorgeprescht. Auf einer Veranstaltung in Oldenburg sagte der Ex-Profi vor einer Woche: „Ich hoffe und glaube, dass Klaus Allofs bald einen neuen Vertrag unterschreibt.“ · kni/csa

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