Werders Tor-Held Almeida wird bis zur Rückrunde gesperrt / „Hugo ist eigentlich gar nicht so“

Der nächste „Dreierpack“ . . .

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Bei seinem dritten Torjubel gegen St. Pauli fand Hugo Almeida die Zahl „3“ noch super. Gestern gab’s dann die unangenehme Drei, so viele Spiele wurde er gesperrt.

Von Björn Knips - Die Zahl „3“ hat ab sofort für Hugo Almeida eine ganz besondere Bedeutung – und seit gestern nicht unbedingt eine gute. Los ging’s am Sonntag mit den drei Toren gegen den FC St. Pauli, die Werder Bremen einen 3:0-Sieg brachten.

Dann sah der 26-Jährige drei Jahre nach seinem letzten Platzverweis Rot und wurde dafür gestern vom DFB-Sportgericht für drei Bundesliga-Spiele gesperrt. Übrigens genauso lange wie für seinen Schubser im Dezember 2007 gegen den Hannoveraner Szabolcs Huszti. Diesmal sah das Vergehen allerdings schlimmer aus: Almeida hatte Paulis Carlos Zambrano nach einem Foul als Revanche den Ellbogen in den Nacken gerammt.

Werder-Training am Dienstag

Am Dienstagnachmittag trainierten die Werder-Profis allesamt "bemützt" mit Fitnesstrainer Yann-Benjamin Kugel. © nordphoto
Am Dienstagnachmittag trainierten die Werder-Profis allesamt "bemützt" mit Fitnesstrainer Yann-Benjamin Kugel. © nordphoto
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Am Dienstagnachmittag trainierten die Werder-Profis allesamt "bemützt" mit Fitnesstrainer Yann-Benjamin Kugel. © nordphoto

„Hugo ist eigentlich gar nicht so“, wundert sich Klaus Allofs über den Ausraster des Portugiesen. Ganz falsch liegt der Clubchef damit nicht, denn in seiner achtjährigen Profikarriere flog Almeida nur vier Mal vom Platz: zwei mal im Trikot von Werder Bremen sowie jeweils ein Mal im Dress der Nationalmannschaft (Juni 2006 gegen Belgien/grobes Foulspiel) und in Diensten von Boavista Porto in der portugiesischen Super Liga (Februar 2005 gegen Rio Ave). Strafregister von Rüpeln sehen anders aus.

Als Dauergast auf der Strafbank wäre Almeida auch nicht Publikumsliebling in Bremen geworden. „Hugo ist ein netter Kerl. Die Fans mögen seine Art zu spielen, wie er sich reinhängt, wie er immer versucht, mit Zug aufs Tor zugehen – und natürlich seinen Hammerschuss“, erklärt Fan-Beauftragter Dieter Zeiffer. Am Sonntag schüttelten allerdings viele den Kopf und meinten, so Zeiffer: „Wie konnte er nur so eine Dummheit machen?“

Zumal seine Rolle als Zuschauer bei den restlichen Hinrunden-Partien in Wolfsburg, in Dortmund und gegen Kaiserslautern nicht nur ihn schmerzt, sondern vor allem Werder. Denn ein Blick in die Statistik zeigt: Mit elf Toren in dieser Saison war Almeida eigentlich auf dem besten Weg, so wertvoll wie noch nie zu werden. In diesem Jahr bleibt ihm nur noch das Champions-League-Spiel gegen Inter Mailand, um seine Bilanz zu verbessern.

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