Marin und Ekici fallen heute gegen Augsburg aus / Junuzovic will auf die „10“

Der nächste Doppel-Schock

Von halbrechts in die offensive Mittelfeld-Mitte: Zlatko Junuzovic darf heute wohl auf seiner Lieblingsposition ran. ·

Bremen - Es gibt da diesen Football-Film: „An jedem verdammten Sonntag“. Etwas abgewandelt passt der Titel allmählich perfekt zu Werder Bremen. „An jedem verdammten Freitag“ müsste es heißen.

Vor einer Woche verletzten sich im Abschlusstraining Keeper Tim Wiese und Mittelfeldmann Philipp Bargfrede. Und gestern gab es schon wieder zwei richtig schlechte Nachrichten: Marko Marin und Mehmet Ekici fehlen heute (15.30 Uhr) im Heimspiel gegen den FC Augsburg und verlängern die ohnehin schon sehr umfangreiche Ausfallliste.

„Bei beiden sind Restprobleme da, es reicht leider noch nicht“, erklärte Trainer Thomas Schaaf.

Dass gleich beide Spielmacher-Kandidaten passen müssen, ist aber eine dicke Überraschung. Sowohl Marin als auch Ekici waren nach ihren Blessuren am Donnerstag ins Mannschaftstraining zurückgekehrt – und hinterher sehr optimistisch, gegen Augsburg auflaufen zu können. Und auch gestern im Abschlusstraining schienen die Mittelfeldspieler beschwerdefrei zu sein. Marin gab sogar dermaßen Gas, als kämpfe er verbissen um einen Platz in der Startelf. Nach der Einheit sprachen Schaaf und sein Co-Trainer Wolfgang Rolff dann ein paar Minuten mit beiden – erst mit Marin, dann mit Ekici. Es sah so aus, als wollten die Trainer schon mal erklären, was sie heute von ihren Profis erwarten. Aber nichts da, stattdessen folgte der Doppel-Schock!

Fotos vom Training am Freitag

Ohne Marin und Ekici gegen Augsburg

„Es reicht nicht ganz, das Spiel kommt ein, zwei Tage zu früh, der entscheidende Tick fehlt mir noch“, erklärte Marin den verdutzten Journalisten. Offensichtlich ist Werder angesichts der immensen Verletztenmisere sehr vorsichtig geworden und will bei dem 23-Jährigen, der seine Oberschenkelzerrung gerade überwunden hat, nichts riskieren. „Ich setze jetzt noch dieses eine Spiel aus“, meinte Marin, „aber Anfang nächster Woche will ich normal weitermachen.“

Kurz nach dem ersten verkündete dann auch der zweite Mittelfeldmann sein Augsburg-Aus. „Ich hatte wieder Schmerzen. Und wenn ich nicht bei 100 Prozent bin, hat es keinen Sinn. Dann kann ich der Mannschaft nicht helfen – und mir selbst bringt das auch nichts“, urteilte Ekici. Der türkische Nationalspieler hatte das Training am Dienstag wegen einer „leicht verdrehten Hüfte“ abgebrochen, Mittwoch dann ausgesetzt und Donnerstag wieder mitgewirkt. „Die Pause hat mir gut getan, es war in Ordnung. Ich konnte gestern schmerzfrei trainieren“, sagte der 21-Jährige. Nach der Belastung seien die Beschwerden jedoch „leider erneut aufgetreten“, sagte Ekici. Was genau er sich zugezogen hat, wusste er gestern Abend noch nicht: „Etwas an der unteren Bauchhälfte“, meinte er nur. Wann er wieder mitwirken kann, ließ er offen: „Wie lange es dauert, ist ganz schwer zu sagen. Ich hoffe, es ist nicht so schlimm.“

Die erneuten Hiobsbotschaften treffen Werder hammerhart. „Wir haben extremes Verletzungspech – und jetzt auch noch zwei Ausfälle auf einer Position“, stöhnte Kapitän Clemens Fritz, „das ist eine richtig blöde Situation. Aber wir dürfen nicht jammern, sondern müssen das Beste daraus machen.“

Ohne Marin, ohne Ekici – da braucht Werder heute einen neuen Spielmacher. Und es bringt sich auch schon ein Kandidat in Position, der gerne von halbrechts in die Mitte rücken würde. „Dass einen Tag vor dem Spiel gleich zwei Gute wegbrechen, ist ein heftiger Rückschlag“, sagt Zlatko Junuzovic, fügt dann aber an: „Ich würde mich freuen, wenn ich auf der ,10‘ spielen dürfte. Das habe ich in Österreich jahrelang gemacht, dort fühle ich mich am wohlsten.“ Auf Junuzovic’ Seite könnte Tom Trybull rücken – und dessen halblinke Position wäre geeignet für Lukas Schmitz, der dort auf Schalke häufig gespielt hat. Es wäre mal wieder eine Bewährungs-chance für Schmitz, der seinen Stammplatz hinten links an Florian Hartherz verloren hat. · mr

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