Däne bestätigt, dass Werder ihn nicht mehr will

Der Nächste, bitte: Auch Jensen muss gehen

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Es hatte sich bereits angekündigt, und jetzt ist es auch offiziell: Daniel Jensen muss Werder Bremen im Sommer nach sieben Jahren verlassen.

Werder-Bremen - (kni) · Es hatte sich bereits angekündigt, und jetzt ist es auch offiziell: Daniel Jensen muss Werder Bremen im Sommer nach sieben Jahren verlassen.

Der Däne bestätigte gestern, dass der Bundesligist ihn nicht mehr will und den Vertrag deshalb im Sommer auslaufen lässt. „So kann man das schon sagen“, berichtete der 31-Jährige und wirkte ziemlich geknickt: „Ich musste schon schlucken. Denn sieben Jahre bei einem Verein zu spielen, das ist im Fußball sehr lange. Werder ist mir ans Herz gewachsen.“

Quasi tatenlos musste Jensen zuletzt mitansehen, wie seine Chancen auf eine Zukunft bei Werder schwanden und schwanden. Denn der Mittelfeldspieler ist mal wieder verletzt. Wie so oft in den vergangenen drei Jahren. Seit Mitte Januar setzt ihn ein Knochenödem im Knie außer Gefecht. Doch Jensen glaubt an die Wende, weil angeblich die berühmte Achillesferse seines Körpers entdeckt wurde – und bei ihm gilt das im wahrsten Sinne des Wortes. Jahrelange, nie richtig behobene Probleme mit der Achillessehne hätten seinen Laufstil so verändert, dass er dadurch Knieprobleme bekommen hätte. „Das ist vorbei, ich laufe durch die Reha wieder anders“, sagte Jensen und behauptete hörbar zufrieden: „Ich kann wieder auf mein altes Niveau von vor drei Jahren kommen.“

Damals war er ein absoluter Leistungsträger bei Werder – und bekam deshalb auch prompt eine Vertragsverlängerung bis Sommer 2011. Nun muss sich Jensen einen neuen Arbeitgeber suchen. Aber wo? Am liebsten würde er in Deutschland bleiben. „Die Bundesliga ist geil, so viele Fans, so ein tolles Umfeld“, schwärmte Jensen. Konkrete Angebote habe er zwar noch nicht, aber er ist zuversichtlich: „Wenn ich fit bin, muss ich mir keine Sorgen machen.“ Deshalb hängt er sich in diesen Tagen auch voll rein, will unbedingt noch sein Comeback im Werder-Dress feiern, um das auch als Bewerbung in eigener Sache zu nutzen.

„Es kann noch klappen“, meinte Jensen zu seinen Rückkehr-Chancen auf der Zielgeraden der Saison. Zweimal hat er schon individuell auf dem Platz trainiert, möglichst bald soll der Einstieg ins Mannschaftstraining folgen. Mit einem Lächeln fügte er noch an: „Wenn ich dann sechs Tore in zwei Spielen mache, ist vielleicht wieder alles ganz anders.“

Ein Traum, der nicht in Erfüllung gehen wird. Jensen muss Werder im Sommer verlassen – genauso wie Petri Pasanen, der seinen einvernehmlichen Abschied (ebenfalls nach sieben Werder-Jahren) vor zwei Wochen bekanntgab. Der Umbruch bei den Bremern ist damit voll im Gange.

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