Özkan Yildirim fehlt Werder schon seit einem Monat – wann er zurückkehrt, ist weiter offen

Nackenschlag mit Folgen

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Vorsichtig optimistisch: Özkan Yildirim hat nach seiner Nackenprellung Anfang September zwar den Kraftraum verlassen, aber fürs Mannschaftstraining hat es noch nicht gereicht. ·

Bremen - Fünf Profis hat Werder für die Nationalmannschaften abgestellt – und Özkan Yildirim wäre zu gerne unter ihnen gewesen. In Gedanken ist der 20-jährige Sulinger bei seinen Kollegen von der U 21, aber das ist eben nicht dasselbe.

„Ich habe viel mit Trainer Horst Hrubesch telefoniert. Klar bin ich enttäuscht, dass ich gerade jetzt bei der EM-Quali nicht dabei sein kann“, bedauert Yildirim.

Dass es nicht geht – und das schon seit mittlerweile einem Monat – liegt an einem Andenken aus seinem letzten Einsatz für die deutsche U 21. Ein Spieler der Färöer Inseln hatte Yildirim Anfang September im Kopfball-Duell unglücklich mit dem Ellbogen erwischt. Es war ein Nackenschlag mit Folgen. „Ich habe sofort gemerkt, dass ich da blockiert war und kaum noch laufen konnte“, erinnert sich Yildirim, „aber ich musste leider noch weiterspielen, weil wir schon drei Mal gewechselt hatten.“

Seitdem ist Yildirim Dauergast in Werders Rehazentrum. Sein Nackenwirbel ist geprellt, das Gewebe entzündet, und die Gelenke hätten auch ein bisschen was abbekommen. Also heißt es für ihn: Kraftraum, Laufband, Massagen, Wärmebehandlungen – „so sieht mein Tagesablauf jetzt aus“, erzählt er. Seit einer Woche kann er zumindest wieder auf den Platz, Kopfbälle und Zweikämpfe sind aber noch tabu. „Es zieht hin und wieder vom Nacken in den Rücken runter“, sagt Yildirim. Man müsse jedes Mal nach dem Training sehen, was passiert – Schmerzen oder keine Schmerzen. Ob es bloß Muskelkater ist, weiß er nicht: „Kann sein, dass der Rücken so blockiert war, dass sich der Nackenmuskel noch nicht so auf die Belastung eingestellt hat.“ Die Bremer Physiotherapeuten könnten die Schmerzen immer wieder wegbehandeln, aber optimal ist Yildirims Zustand sicher nicht.

Heilfroh sei er, dass er keine Taubheitsgefühle gespürt habe, betont er. Und es sei zumindest schon wesentlich besser geworden als zu Beginn. „Da war ich komplett steif, konnte mich nicht nach rechts und links drehen. Es ging gar nichts“, erinnert sich Yildirim, „und in den ersten Nächten war es auch schwierig. Viel Schlaf habe ich nicht gekriegt.“

Durch die Zwangspause hat der offensive Mittelfeldmann, für den die Saison recht vielversprechend mit fünf Pflichtspiel-Einsätzen losgegangen war, ein wenig den Anschluss bei Werder verloren. „Es ist ärgerlich, wegen so etwas so lange auszufallen“, stöhnte Yildirim, „ich war gut an der Mannschaft dran – und der Trainer zufrieden mit meinem Spiel.“ Dann kam der Nackenschlag. Umso ärgerlicher, denn Dutt hatte zuletzt Bedarf auf der linken Seite und brachte dort in Hamburg sogar Martin Kobylanski aus der U 23. Wäre Yildirim fit gewesen, hätte er wahrscheinlich gespielt.

Doch er muss nach wie vor zuschauen und weiß nicht, wie lange noch: „Mein Ziel ist es, nächste Woche bei der Spielvorbereitung für Freiburg wieder bei der Mannschaft zu sein. Das wäre super.“ Mangelnde Kondition sei jedenfalls kein Problem, betonte der 20-Jährige: „Das Gute an der Verletzung ist, dass ich mich fithalten konnte und nicht im Rückstand bin. Und wenn ich dann schmerzfrei bin, kann ich direkt wieder mit der Mannschaft trainieren.“

Er wird dann vielleicht selbst ein wenig die Ellbogen ausfahren müssen, um sich mittelfristig seinen Platz in Werders Stammelf zu erkämpfen. Scheu hat Yildirim zumindest nicht vor der Herausforderung: „Ich zweifle nicht an mir. Ich weiß, was ich kann. Und ich glaube, der Trainer weiß es auch.“ · phi

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