Nacht der Rekorde

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Willi Lemke

Bremen - Erst das Rekord-Minus, dann die Rekord-Sitzung – diese Mitgliederversammlung des SV Werder Bremen wird in die Geschichte eingehen. Erst um 23.45 Uhr entließ Vereinspräsident Klaus-Dieter Fischer am Montag die Werderaner in die Nacht.

„So lange hat es noch nie gedauert“, gestand Fischer. Doch Schluss war in der Werder-Halle an der Hemelinger Straße noch lange nicht. Die Offiziellen standen noch einmal im Mittelpunkt und den Medienvertretern Rede und Antwort.

Mitgliederversammlung Werder Bremen

Natürlich ging es um das Minus von 13,9 Millionen Euro im vergangenen Geschäftsjahr. „Werder hat keine Schulden. Wir haben nichts verpfändet oder verkauft. Werder ist ein völlig gesunder Club“, betonte Werder-Boss Klaus Allofs noch einmal. Schnellstmöglich soll wieder die Gewinnzone erreicht werden, aber Allofs räumte ein: „Für die laufende Saison ist das eher nicht zu erwarten. Normal wäre es, wenn wir das Minus in Schritten abbauen.“

Das ist kein Problem für den Bundesligisten. Mit der Bekanntgabe des noch vorhandenen Eigenkapitals von 24,4 Millionen Euro aus Rücklagen der vergangenen fetten Jahre nahm die Geschäftsführung den Kritikern und Schwarzmalern den Wind aus den Segeln. Werder muss zwar sparen, ist aber weiterhin flüssig und damit handlungsfähig.

Allerdings verriet Aufsichtsratsboss Willi Lemke, dass die Lage durchaus auch mal ernst war: „Vor anderthalb Jahren haben wir uns große Sorgen gemacht. Das war eine schwierige Zeit. Doch die Geschäftsführung hat es sehr gut verstanden, die Ratschläge des Aufsichtsrates umzusetzen.“ Auch Allofs bestätigte: „Wir haben die Vorgaben des Aufsichtsrates fast komplett realisiert.“ Wer nun ein angespanntes Verhältnis zwischen Geschäftsführung und Aufsichtsrat vermutet, der irrt, behauptet Lemke: „Wir arbeiten Hand in Hand. Alles andere ist Blödsinn. Wir Aufsichtsräte sind nicht die bösen Kontrolettis. Wir haben gemeinsam einen Weg aus der schwierigen Lage gefunden.“ · kni

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