Die Kandidaten sind schon da

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Gertjan Verbeek machte sich gestern Abend auf der Tribüne des Weserstadions eifrig Notizen

Bremen - Nanu, wer ist das denn? Gertjan Verbeek machte sich gestern Abend auf der Tribüne des Weserstadions eifrig Notizen. Der Niederländer hatte in der vergangenen Saison den 1. FC Nürnberg trainiert und ist auf Jobsuche. Sein Landsmann Huub Stevens dürfte allerdings ein heißerer Kandidat auf die mögliche Nachfolge von Robin Dutt sein.

Auch Viktor Skripnik und Torsten Frings, dem Trainergespann von Werders U 23, werden gute Chancen eingeräumt. Möglicherweise auch in Kombination mit dem erfahrenen Stevens. Aber noch ist Dutt im Amt. Und der 49-Jährige verschwendet auch keinen Gedanken daran, selbst das Handtuch zu werfen. „Ich bin erfahren genug, um zu wissen, was in solchen Situationen zu tun ist. Und ich habe schon bewiesen, dass ich solche Situationen meistern kann. Dafür bin ich ja der Cheftrainer“, sagte Dutt nach der Partie. Und auf die Frage, ob er auch am Dienstag im DFB-Pokal in Chemnitz auf der Bank sitzen werde, antwortete der Trainer: „Ich gehe davon aus, dass ich bleibe.“

Er hat sich auch schon einen Plan zurechtgelegt, wie er die Werder-Profis in der kurzen Vorbereitung auf das Pokalspiel wieder aufrichten will. „Wir können jetzt nur regenerieren, alles andere sind Gespräche – so wie immer.“ Dabei wird er auf eine selbstkritische Mannschaft treffen. „Auf gut Deutsch gesagt haben wir beschissen gespielt. Es war katastrophal“, urteilte Keeper Raphael Wolf und stellte sich demonstrativ hinter den Trainer: „Wir sind noch längst nicht abgestiegen, es geht weiter. Ich gehe davon aus, dass der Trainer bleibt.“ Ähnlich äußerte sich auch Kapitän Clemens Fritz: „Wir als Mannschaft stehen voll hinter dem Trainer und arbeiten intensiv zusammen.“ n kni/csa

Dutts Bilanz

Heute ist Robin Dutt seit 485 Tagen beim SV Werder im Amt. Seit gestern Abend liegt seine Ausbeute bei genau einem Punkt pro Spiel – damit liegt der 49-Jährige gleichauf mit Aad de Mos, dem erfolglosesten Werder-Coach der Geschichte. Dutts Arbeit in Zahlen: 43 Punkte in 43 Bundesliga-Spielen, nur zehn Siege, aber 20 Pleiten. 52:88 Tore.

Werder Bremen verliert gegen  1. FC Köln

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