Nach zwei Remis folgen jetzt zwei schwere Auswärtsspiele / Werder will in Leverkusen mutig sein

Achtung, Fehlstart-Gefahr!

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Zwei Punkte nach zwei Spielen und teils ordentliche Leistungen – „da muss noch mehr kommen“, fordert Torwart Raphael Wolf. Aber morgen Abend steht Werder Bremen vor einer extrem hohen Hürde.

Bremen - Ende der Transferzeit, Ende der Länderspielpause – jetzt startet die Bundesliga neu durch. Mit dem Auswärtsspiel bei Bayer Leverkusen eröffnet Werder Bremen morgen (20.30 Uhr) den dritten Spieltag und hofft nach zuvor zwei Unentschieden auf den ersten Saisonsieg in der Liga. Aber wie soll das gehen?

Gegner Leverkusen ist mit fünf Siegen in fünf Pflichtspielen in Champions League, Bundesliga und DFB-Pokal das Team der Stunde. Möglich, dass die Werkself die Bremer in akute Fehlstart-Gefahr bringt.

Nach den Unentschieden gegen Hertha BSC (2:2) und 1899 Hoffenheim (1:1) hat Werder zwei Punkte auf dem Konto – das ist nach zwei Spieltagen okay, rückt bei einer Niederlage in Leverkusen aber in den Bereich „etwas dürftig“. Und nach Leverkusen folgt eine weitere Auswärtsaufgabe beim FC Augsburg. Klarer Fall: Werder muss jetzt aufpassen, nicht gleich in der Anfangsphase der Saison in die unteren Gefilde der Tabelle zu rutschen.

„Wir können bislang nicht von einem Superstart sprechen. Aber auch nicht von einem schlechten“, sagt Kapitän Clemens Fritz. Er verkennt die theoretische Fehlstart-Gefahr zwar nicht, hat aber ganz andere Zahlenspiele im Kopf. Sein Ziel: „Vier Punkte aus den kommenden zwei Spielen – dann können wir zufrieden sein.“

Ist das nun verwegen? Mutig? Oder sogar realistisch? Fritz erklärt, woher er seine Zuversicht nimmt: „Die Art und Weise, wie wir in den zweiten Halbzeiten gegen Hertha und Hoffenheim aufgetreten sind, sollte uns Selbstvertrauen geben. Dementsprechend befreit und mutig sollten wir in Leverkusen auftreten.“ Was er damit meint: nach verpennter erster Hälfte hat Werder jeweils aufgedreht, gegen Hoffenheim sogar eine bemerkenswerte zweite Halbzeit abgeliefert. „Es muss aber noch mehr kommen“, fordert Keeper Raphael Wolf: „Wir müssen von Anfang an durchziehen, was wir da gezeigt haben.“

Clemens Fritz kennt das schon. Mal geht die Leistung rauf, mal runter. „Eine Achterbahnfahrt“ nennt er die Schwankungen. Logische Forderung: „Wir müssen da jetzt Konstanz reinbringen. Unsere Ansätze sind gut. Wir haben gezeigt, dass die Moral in der Mannschaft stimmt, dass wir fit sind, dass spielerisch einiges möglich ist.“

Es ist aber ein sehr ambitioniertes Vorhaben, ausgerechnet gegen Bayer Leverkusen zur Stabilität zu finden. Denn die Werkself hat die meisten ihrer bisherigen Gegner nach Belieben auseinandergenommen. „Brutal offensiv“ würde das Team agieren, staunt Werder-Verteidiger Sebastian Prödl. Herausgekommen sind mit der auf frühem und aggressivem Pressing sowie schnellem Umschaltspiel basierenden Taktik ein 2:0 in Dortmund, ein 4:2 gegen Hertha BSC sowie Erfolge in der Champions-League-Qualifikation gegen den FC Kopenhagen (3:2 und 4:0) – es läuft unter dem neuen Trainer Roger Schmidt bis dato perfekt bei Bayer 04. „Das ist aktuell die formstärkste Mannschaft der Liga“, urteilt Zlatko Junuzovic. „Man kann Respekt haben vor diesem Start“, sagt auch Clemens Fritz über seinen ehemaligen Arbeitgeber (von 2003 bis 2006 in Leverkusen), der sich mit Hakan Calhanoglu (14,5 Millionen Euro), Josip Drmic (6,8 Millionen Euro) und dem Brasilianer Wendell (6,5 Millionen) nicht nur sehr teuer, sondern auch „unglaublich gut“ verstärkt hat.

Was also, wenn die Werkself den eigenen Lauf morgen fortsetzt und Werder die erste Niederlage der Saison einstecken muss? Das wäre kein Problem, beteuert der Bremer Käpt’n: „Das sollte uns auf keinen Fall nervös machen. Wir haben die innere Stabilität im Team, um mit so einer Situation umzugehen.“ csa

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