Vor eigenem Spiel am Sonntag

Nach HSV-Sieg: Werder-Klassenerhalt ist perfekt

Werder hat allen Grund zu jubeln: Der Klassenerhalt ist den Bremern nicht mehr zu nehmen.
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Werder hat allen Grund zu jubeln: Der Klassenerhalt ist den Bremern nicht mehr zu nehmen.

Bremen - Es ist vollbracht, der Klassenerhalt in der Fußball-Bundesliga ist für Werder Bremen nun auch rechnerisch perfekt - und dafür gesorgt hat am Samstag ausgerechnet der HSV! Da die Hamburger das Kellerduell beim VfL Wolfsburg mit 3:1 (2:0) für sich entschieden, kann Werder nun nicht mehr bis auf den Relegationsplatz abrutschen. Einen Tag vor dem Heimspiel gegen Borussia Dortmund (Sonntag, 18.00 Uhr) hat die Mannschaft von Trainer Florian Kohfeldt ihr großes Ziel also erreicht.

Nach dem Abschlusstraining vor dem Dortmund-Spiel hatte Kohfeldt berichtet, dass er noch „ein bisschen was" zu tun habe, die letzten 15 Minuten der Samstagnachmittag-Spiele wollte sich der Coach danach aber in seinem Büro ansehen. Es dürfte für ihn wie ein Countdown zum Glück gewesen sein. Nur zur Erinnerung: Als Kohfeldt die Mannschaft Ende Oktober nach dem zehnten Spieltag übernommen hatte, da war Werder noch sieglos und mit lediglich fünf Punkten auf dem Konto Tabellenvorletzter. Das, was dann folgte, als Fußball-Märchen zu beschreiben, mag etwas hochgegriffen sein. Züge davon hatte es aber allemal.

Rückblick: Kohfeldt übernimmt in Frankfurt

Kohfeldt verlor zwar sein erstes Spiel in Frankfurt mit 1:2, aber bereits im Bauch des Frankfurter Stadions war nach dem Schlusspfiff Anfang November zu spüren gewesen, dass sich etwas verändert hatte, dass Werder künftig anders Fußballspielen würde als in den Wochen zuvor. Es folgte ein 4:0-Heimsieg gegen Hannover. Bis heute haben die Bremer zu Hause nicht mehr verloren. Dazu kamen Auswärtssiege auf Schalke, in Dortmund, der 1:0-Derbyerfolg gegen den HSV sowie ein mehr als beachtliches 2:4 in München. In Hannover und Stuttgart leistete sich Werder zwar schwächere Auftritte, den guten Gesamteindruck, den Kohfeldt der Mannschaft innerhalb seines ersten halben Jahres verpasst hat, trübt das aber nicht.

Die Ziellinie hat der Coach mit seinem Team am Ende souverän überquert - und sogar vorzeitig. Mitte Oktober war der Gedanke an eine Rettung am letzten Spieltag schon verführerisch, so schlecht sah es aus. Nun ist sie bereits drei Spiele vor Saisonende perfekt. Keine Frage: Es war ein mutiger Schritt von Werder, aus dem Interimstrainer Kohfeldt Mitte Dezember den Cheftrainer Kohfeldt zu machen. Aber es war eine goldrichtige Entscheidung.

Aussichten machen lust auf mehr

Werder wird die ausstehenden Partien gegen Dortmund, Leverkusen und in Mainz nun weiter fokussiert angehen. Zumindest ist es das, was Kohfeldt von seinen Spielern fordert. Schon jetzt möchte der 35-Jährige mit den entsprechenden Ergebnissen den Grundstein für die neue Saison legen. Eine Saison, in der das Wort „Abstiegskampf" nicht mehr zur Bremer Rhetorik gehören soll. Und eine Saison, die Kohfeldt erstmals komplett durchplanen, auf die er sich gemeinsam mit der Mannschaft vorbereiten kann. Klar, das wird eine große Herausforderung für den jungen Trainer. Es gilt, die vielversprechende Entwicklung fortzuführen. Ein Selbstläufer wird das nicht, die Aussichten an der Weser - sie machen derzeit aber Lust auf mehr.

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Im DeichStube-Interview hat Hubertus Hess-Grunewald, Präsident von Werder Bremen, Clemens Tönnies für seine rassistischen Äußerungen gerüffelt und Stellung bezogen. Nach der Verletzung von Niclas Füllkrug muss Florian Kohfeldt schon wieder umbauen – das ist die voraussichtliche Aufstellung von Werder Bremen gegen RB Leipzig.

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