Nach dem Horror-Unfall: Noch kein Abschlussbericht

Werder-Bremen - BREMEN (flü) · Nach dem tragischen Unfall im Gästeblock des Bremer Weserstadion nach dem Nordderby zwischen Werder und dem Hamburger SV am 25. September, bei dem ein HSV-Fan aus Neumünster lebensgefährlich verletzt worden war, dauern die Untersuchungen noch an.

„Es gibt noch keinen Abschlussbericht, der in so einem Fall angefertigt wird“, sagte Werder-Sportchef Klaus Allofs gestern. Zumindest sei aber eine Tendenz erkennbar. „Ohne mich zu weit aus dem Fenster zu lehnen: Der tragische Unfall ist nicht auf bauliche Probleme zurückzuführen“, erklärte der Werder-Boss. Beim Umbau des Weserstadions habe man von vornherein auf großzügige Flächen in den Aufgängen Wert gelegt. Auch die „Platzierung der Gästefans im Oberrang“ habe nicht zu dem Unfall geführt, ergänzte der 53-Jährige.

Nach dem tragischen Ereignis mit über 20 zum Teil schwer verletzten Personen hatte der Bremer Innensenator einen unabhängigen Gutachter beauftragt, den Sachverhalt, der zum Unfall geführt hatte, bei dem zahlreiche HSV-Fans nach einer Blocksperre gestürzt waren, zu klären. Das Ergebnis steht noch aus.

Ein Hamburger Anhänger war so schwer verletzt worden, dass er zwischenzeitlich ins künstliche Koma gelegt werden musste. „Wir sind froh, dass es dem Verletzten schon sehr viel besser geht. Und wir haben die Hoffnung, dass nichts zurückbleibt“, sagte Allofs.

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