3:2 nach 0:2 gegen Gladbach / Skripnik verabschiedet sich „mit guter Laune“

Die „Aufholjäger“: Wieder siegt Werder nach Rückstand

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Werder-Profis jubeln über Treffer von Junuzuvic

Belek - Dritter Test, dritter Sieg: Gemessen an den Ergebnissen war das Trainingslager in Belek ein voller Erfolg für Werder Bremen. Trainer Viktor Skripnik sieht das auch so, sagte gestern: „Wir verabschieden uns mit guter Laune.“ Zuvor hatte sein Team die Partie gegen den Bundesliga-Vierten Borussia Mönchengladbach mit 3:2 gewonnen. Dabei bog Werder einen 0:2-Pausenrückstand um.

„Was wir in der zweiten Halbzeit gezeigt haben, war richtig klasse“, freute sich Skripnik. Und das Lob ist umso größer, weil der Coach nach der Pause eine Vielzahl junger Spieler auf den Platz geschickt hatte. Begonnen hatte er die Partie mit der vermeintlichen A-Elf. In der allerdings die verletzten, angeschlagenen oder noch nicht fitten Stammkräfte Sebastian Prödl, Clemens Fritz und Franco Di Santo fehlten. Für Letzteren stürmte etwas überraschend Neuzugang Levin Öztunali in vorderster Reihe und an der Seite von Melvyn Lorenzen. Ein Experiment. Zwar startete Öztunali (18) mit der ersten Werder-Chance in die Partie, blieb insgesamt als Angreifer aber blass.

Wie zunächst die gesamte Mannschaft. Werder versuchte mitzuspielen, Gladbach bekam das Spiel aber schnell in den Griff. Die Borussen sahen die Begegnung wie Werder als „Spiel am Limit“ (Skripnik) und traten mit vielen ihrer Stars an. Nicht dabei waren jedoch unter anderem Torwart Yann Sommer, Christoph Kramer und Raffael. Dennoch wirbelten die Fohlen, verbuchten durch Max Kruse erst einen Lattenschuss (20.), dann aber doch die Führung. Werder-Verteidiger Alejandro Galvez, ohnehin mit einer beängstigend hohen Fehlerquote, hatte die unfreiwillige Vorlage für den ehemaligen Bremer geleistet (24.). Umstritten war das Gladbacher 2:0, weil Torschütze Andre Hahn – einst beim FC Oberneuland und somit ebenfalls ein Ex-Bremer – Santiago Garcia vorher umgerempelt hatte (37.). Der Argentinier war sauer, motzte, bekam Gelb, leistete sich danach weitere Scharmützel mit Hahn und stand kurz vor dem Platzverweis.

Junuzovic trifft doppelt

Werder ging jedoch mit elf Mann, aber auch dem 0:2-Rückstand in die Pause. Die erste Niederlage des Jahres drohte. Doch wie schon in den beiden Tests zuvor gegen Cottbus (3:2 nach 1:2) und Al-Fujairah (3:1 nach 0:1) kamen die Bremer zurück. Skripnik brachte in Davie Selke, Maximilian Eggestein, Janek Sternberg und Marnon Busch vier blutjunge Spieler. Mit ihnen drehte Werder auf – allerdings auch, weil Gladbach rapide abbaute. Das nutzten Levent Aycicek (63.) und Zlatko Junuzovic, an dem Gegner Gladbach seit geraumer Zeit interessiert sein soll, mit einem Doppelschlag (70./73.) zu drei Toren. Und die dritte Aufholjagd war perfekt. „Das zeigt, dass wir gut beieinander sind“, resümierte Geschäftsführer Thomas Eichin: „Die Jungs sind gut in Schuss.“

Heute endet für Werder nach acht Tagen das Trainingslager in Belek. Am Nachmittag geht die Maschine zurück nach Bremen. Der nächste Test: Am Montag bei Drittligist MSV Duisburg.

csa

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