Werder fliegt in Heidenheim aus dem Pokal – 1:2

Nach Fiasko muss Polizei helfen

DIE SAISON hat gerade erst begonnen, und schon verlassen die Werder-Profis den Platz wieder mit hängenden Köpfen – wie so oft in der vergangenen Spielzeit.

Heidenheim - Von Carsten Sander. Die neue Saison hat für Werder Bremen mit einem Fiasko noch unklaren Ausmaßes begonnen. In der ersten Runde des DFB-Pokals schied der Bundesligist gestern beim Drittligisten 1. FC Heidenheim aus.

1:2 (1:0) verloren – das ist sportlich eine peinliche Blamage, aber auch ein finanzieller Tiefschlag. Zusatzeinnahmen aus dem Cupwettbewerb wird es nun nicht geben, die Quelle ist versiegt, ohne richtig gesprudelt zu haben.

Dass das auf noch geplante Transfers – wie dem des Serben Aleksandar Ignjovski von OFK Belgrad – Auswirkungen haben könnte, schloss Werder-Sportchef Klaus Allofs gestern aus. „Es gibt keine unmittelbaren Folgen für Verpflichtungen, die wir noch im Sinn haben.“ Aber: Auszuschließen ist es nicht, dass Willi Lemke, Vorsitzender des Aufsichtsrates, nun alle Bemühungen stoppt. Motto: Wenn kein zusätzliches Geld reinkommt, kann auch kein zusätzliches Geld ausgegeben werden. Selbst die bereits angedrohten Spielerverkäufe werden wohl wieder ein Thema werden.

Bilder der Partie Werder gegen Heidenheim

Werder Bremen gegen 1. FC Heidenheim

Gestern war aber erst einmal die Frage nach dem Warum angesagt. Warum hat Werder diesen Saisonauftakt in der schwäbischen Provinz so gründlich an die Wand gefahren? Die naheliegendste und deshalb am häufigsten genannte Ursache war die 51. Minute. Werder lag nach einer hölzernen Leistung durch einen sehenswerten Distanzschuss von Markus Rosenberg (33.). mit 1:0 in Führung, als Schiedsrichter Jochen Drees (Münster) nach einem Handspiel des Heidenheimers Sandro Sirigu auf den Elfmeterpunkt zeigte. Das war die Chance für Marko Marin, alles klar zu machen. Doch der Spielmacher scheiterte mit einem schwachen Versuch an FCH-Schlussmann Frank Lehmann.

Es war, dahin flüchtete sich auch Trainer Thomas Schaaf in seiner Analyse, der Knackpunkt des Spiels: „Danach haben wir sehr mit uns gehadert und die Konzentration verloren. Das hat der Gegner für sich genutzt.“ Und wie! Mit einem Doppelschlag in der 57. und 58. Minute drehten Christian Sauter (per direktem Freistoß) und Kapitän Marc Schnatterer (nach bösen Patzern von Clemens Fritz und Abwehrneuzugang Andreas Wolf) die Partie zu Gunsten der Gastgeber. 10  000 Zuschauer in der Voith-Arena flippten aus.

Gegen die Begeisterung des Publikums und die Mauerqualitäten des FCH war Werder dann – und auch das ist eine schlimme Erkenntnis der Partie – machtlos. Den biederen Bremern fehlten die spielerischen Mittel und die Leidenschaft, um zurückzuschlagen. Da brachten auch die Einwechslungen des neu verpflichteten Regisseurs Mehmet Ekici sowie der Stürmer Marko Arnautovic und Sandro Wagner nichts. Werder harmlos – es war erschreckend. „Ein Schuss in den Ofen“, urteilte Torschütze Rosenberg später über das Match und seufzte mit Blick auf die am Samstag mit dem Heimspiel gegen den 1. FC Kaiserslautern beginnende Bundesliga-Saison: „Wir müssen uns große Sorgen machen.“

Die 1 000 mitgereisten Werder-Fans fingen damit direkt in Heidenheim an – auf ihre Art. Einige Dutzend Anhänger hinderten den Mannschaftsbus an der Abfahrt vom Stadiongelände. Zudem stimmten sie „Allofs-raus“-Rufe an. Nur per Polizeieskorte gelang es den Bremern, das Gelände zu verlassen. Und es ist mehr als deutlich: Die Krisenstimmung der vergangenen Saison hat ihre Sommerpause beendet. Es geht wieder los – und die Geduld einiger Fans scheint nun aufgebraucht.

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