Nach der Derby-Pleite gibt es gegen Paderborn nur eins: Vollgas von Anfang an

Zurück zum Mut

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Sie haben sich schon besprochen. Zlatko Junuzovic und Fin Bartels erwarten gegen Paderborn mehr Werder-Druck nach vorne, mehr Zutrauen ins eigene Offensivspiel.

Bremen - Mit einer Mauertaktik ist Werder Bremen in die Nordderby-Pleite geschlittert – jetzt muss das Team von Viktor Skripnik wieder zum Mut zurückfinden. Am Samstag (15.30 Uhr) im Heimspiel gegen Aufsteiger SC Paderborn „müssen wir von Anfang an zeigen, dass wir die drei Punkte holen wollen“, fordert Mittelfeldspieler Fin Bartels. Angsthasenfußball? Nicht nochmal!

Das ist jedenfalls die Meinung zweier Spieler, für die das 0:2 in Hamburg nach zuvor drei Pflichtspielsiegen in Folge eine enorme Spaßbremse war. Die mühsam entfachte Euphorie – sie ist wieder so gut wie weggeblasen. Zlatko Junuzovic gibt zu: „Die Tage danach waren nicht angenehm.“ Bartels ergänzt: „Die Niederlage ist für uns alle eine Riesenenttäuschung gewesen. Aber wir haben uns lange genug darüber geärgert. Jetzt steht schon das nächste Spiel vor der Tür.“

Was gegen Paderborn anders gemacht werden muss als gegen den HSV, ist für Junuzovic völlig klar. „Wir haben uns zu sehr hinten reindrängen lassen, waren zu defensiv. Jetzt müssen wir von der ersten Sekunde an Gas geben und marschieren, uns etwas zutrauen“, sagt er. Bartels: „Wir müssen mehr nach vorne investieren, mehr Druck entwickeln. Dann kommen wir auch wieder zu Chancen.“

Unterschwellig klingt das nach Kritik an der eigenen Ausrichtung im Nordderby. Coach Viktor Skripnik hatte anschließend eingeräumt, dass er auf ein 0:0 aus war. Aber er bekam nichts – bis auf die Erkenntnis, dass Vorsicht nicht unbedingt zum Erfolg führt.

Allerdings ist es ein Stück weit nachzuvollziehen, dass Skripnik die Variante „Nummer sicher“ gewählt hatte. Ohne den verletzten Torjäger Franco Di Santo hatte die Offensive wenig Vielversprechendes zu bieten. Daran ändert sich auch gegen den SC Paderborn nichts. Di Santo fehlt weiterhin, und Skripnik kann in der Offensive lediglich Davie Selke gegen Nils Petersen tauschen oder Eljero Elia gegen Izet Hajrovic – wenn er überhaupt tauschen will. Fin Bartels denkt positiv, meint, dass es keinen Anlass für personelle Veränderungen gibt: „Wir haben die richtigen Typen für eine offensivere Spielweise. Gegen Hamburg waren die Wege auf dem Platz sehr weit, weil wir tief gestanden haben. Das war nicht das Spiel für Nils. Aber gegen Paderborn wird es anders, da brauchen wir einen, der die Dinger vorne reinmacht.“ Seine Meinung: Petersen kann es.

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Bartels und Junuzovic sind die beiden, die die Stürmer mit Vorlagen füttern müssen. Und beide klingen überzeugt, dass das gegen Überraschungsteam Paderborn (liegt sechs Punkte vor Werder auf Rang zehn) gelingen wird. „Wir können uns eh nur verbessern. Das Spiel ist eine Chance für uns“, meint der Österreicher Junuzovic. „Wir müssen wiedergutmachen, was wir in Hamburg verpasst haben“, fordert Bartels.

csa

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