„Ich bin angefressen“

Dutt streicht freien Tag und lässt Profis laufen

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Robin Dutt ließ seine Profis am Sonntag einen intensiven Lauf absolvieren. 

Bremen - Bisher war der zweite Tag nach einem Spiel stets heilig. Die Werder-Profis hatten dann frei, durften ausruhen, relaxen, Kraft schöpfen. Nicht nach dem 1:3 beim FC Augsburg.

Auf den sportlichen Offenbarungseid seiner Mannschaft – die Bremer kamen auf eine Fehlpassquote von unglaublichen 42 Prozent – reagiert Robin Dutt mit einer sehr simplen Maßnahme: Er streicht dem Team den freien Tag und lässt morgen zweimal trainieren. „Bisher habe ich immer die schützende Hand über die Mannschaft gehalten, wenn mir die Wettkampfmentalität gefallen hat. Das war gegen Augsburg aber nicht der Fall“, begründet der Coach das Straftraining.

Eines war gestern deutlich zu spüren: Dutt hat die Nase voll. Am Tag nach der Tracht Prügel in der Puppenkiste richtete er „sehr deutliche Worte“ an die Mannschaft, präsentierte sich immer noch Wut schnaubend. „Ich bin angefressen“, sagte er, nachdem er mit der Mannschaft einen ausgedehnten Lauf durch Bremen absolviert hatte.

Dabei hatte Santiago Garcia gefehlt. Der Argentinier, der in Augsburg kurz vor der Pause mit Gelb-Rot vom Platz geflogen war, hatte sich mit Knieproblemen abgemeldet. Ob die Verletzung ernsthaft ist, muss sich erst noch herausstellen. Er habe einen Schlag auf das rechte Knie bekommen, sagte Garcia, der sich auch 20 Stunden danach noch nicht mit seinem Platzverweis abfinden konnte. Sein Einsteigen mit gestrecktem Bein gegen Matthias Ostrzolek sei „nicht glücklich“ gewesen, meinte Garcia: „Aber ich habe ihn nicht getroffen. Er muss dann nicht so ein Theater machen.“

Ostrzolek hatte sich vor Schmerzen auf dem Boden gekrümmt. Und diese schauspielerische Einlage gehöre „mehr an den Pranger gestellt gehört, als Garcia, der mit aller Macht das Tor erzielen will“, erklärte auch Dutt, der allerdings keinen Freispruch für Garcia fordert: Sein Einsteigen mit gestrecktem Bein „war sehr ungeschickt. Ich beschönige da auch nichts“, so der 49-Jährige.

Er geht davon aus, dass Garcias anschließende Proteste – unter anderem hatte der Werder-Profi Schiedsrichter Christian Dingert (Wiesbaden) angefasst – kein Nachspiel haben werden. Der Referee „hat aus der Gelb-Roten keine Rote Karte gemacht. Damit ist die Situation bewertet und kann auch keine zusätzliche Strafe mehr nach sich ziehen“, sagte Dutt. 

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Intensiver Lauf nach Augsburg-Pleite

Ernsthafte Sorgen muss sich der Bremer Trainer um Aaron Hunt machen. Der Mittelfeld-Regisseur, ohne den Werder in Augsburg nicht eine Torchance kreiert hatte, befindet sich aktuell in der Nähe von München, um sich dort von einem Physiotherapeuten seiner Wahl das schmerzende Knie behandeln zu lassen. Erst am Dienstag oder Mittwoch wird der 27-Jährige nach Bremen zurückkehren. Ob er am Samstag gegen Borussia Dortmund auflaufen kann, ist ungewiss.

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