Mutmacher Ujah vertraut Werders Qualitäten und Skripniks ehrlicher Analyse

„Ein Spiel kann uns nicht nach unten bringen“

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Es läuft gerade alles andere als perfekt für Werder, aber Anthony Ujah rechnet am Freitag in Berlin mit einer „guten Reaktion“.

Bremen - Den freien Montag hatte er mit seiner Freundin in der Bremer City verbracht. Doch das reichte Werder-Stürmer Anthony Ujah noch nicht, um diese schmerzhafte 0:3-Auftaktpleite gegen Schalke aus seinen Gedanken zu verbannen. Da mussten gestern noch Coach Viktor Skripnik und sein Trainerteam mit ihrer Video-Analyse nachhelfen.

„Jetzt ist der Kopf frei“, verkündete Ujah anschließend und stellte selbstbewusst klar: „Ein Spiel kann uns nicht nach unten bringen.“

Es geht vor allem ums Selbstvertrauen. Das ist dem Trainerteam um Skripnik extrem wichtig, denn es stellt das Fundament des Werder-Spiels dar. Wer Fußball spielen will, also vor allem über Ballbesitz zum Erfolg kommen möchte, der muss an sich glauben. Sonst klappt es nicht mit dem gewünschten Kombinationsspiel. Da ist es dann Gift, wenn die Spieler plötzlich ins Grübeln kommen. Nach dem Bundesliga-Auftakt wäre das nicht verwunderlich, denn Werder hat nicht funktioniert – vor allem nicht in der Offensive. Nur eine Torchance ist für eine Mannschaft, die agieren will, viel zu wenig.

Woran das lag, das bekamen die Spieler gestern zu sehen. Und Ujah erklärte danach zumindest, woran es nicht lag – am vermeintlich fehlenden echten Spielmacher. Wie passend. Hatten doch alle Zeitungen, die sich intensiv mit Werder beschäftigen, just an diesem Tag in ihren Artikeln nach einem Zehner gesucht. Ujah nahm einfach die Schuld auf sich. „Ich bin nicht richtig gelaufen“, gestand der 24-Jährige: „Ich muss den Raum finden, um Bälle zu kriegen.“ Und zugleich betonte Ujah noch, dass dieser Kader (inklusive Spielmacher) in der Vorbereitung seine Klasse bewiesen und Testspiele gegen starke Gegner gewonnen hätte. Zum Beispiel gegen Europa-League-Sieger FC Sevilla (3:1) oder bei West Ham United (2:1).

Training und Videoanalyse am Dienstag

Die Erinnerung an diese Spiele soll nun helfen, es muss allerdings die richtige Erinnerung sein. Werder hat in diesen Partien nicht nur gut gespielt, sondern vor allem auch gut gekämpft. Diese Balance stimmte gegen Schalke nicht. „Mehr Aggressivität“ habe Skripnik gefordert, berichtete Ujah. Der Coach soll dabei nicht sauer gewesen sein, sondern „ehrlich“, wie es der Nigerianer beschrieb: „Er hat ja auch Recht.“ Es gäbe einiges zu verbessern. Details wollte er nicht nennen. Er machte es genauso wie das Trainerteam: Dem Negativen ließ er das Positive folgen. „Es war doch kein komplett schlechtes Spiel“, urteilte Ujah. So bekamen er und seine Kollegen bei der Video-Analyse auch gute Dinge gezeigt. So wenige sollen das auch gar nicht gewesen sein.

Das ist natürlich gut fürs Selbstvertrauen. Bei Ujah hat es jedenfalls schon gewirkt. „Ich weiß, wir können es besser machen“, behauptete der Ex-Kölner voller Überzeugung und kündigte an: „Wir wollen am Freitag in Berlin eine schnelle und gute Reaktion zeigen.“ Und wie genau das funktionieren soll, fügte Ujah dann gleich noch an: „Wir müssen als Mannschaft zusammen stehen, gemeinsam kämpfen und dabei clever sein.“

kni

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