Bei Bayern bestehen – „dann können wir es am Ende auf Platz eins schaffen“

Mutiger Naldo: Der erste Bremer träumt vom Titel

Traumtänzer oder Visionär? Naldo will erst in München punkten und dann für den Rest der Saison um Platz eins spielen. Aber die Aufgabe bei den Bayern zu meistern, wird schwer genug, sagt der Brasilianer.

Bremen - Auf Naldos weißem VW-Touareg prangt ein dickes „Danke!“ Ein Werder-Fan hat es mit dem Finger in den Dreck der Heckklappe gekritzelt und sich damit für den Freistoß-Hammer des Brasilianers gegen den VfB Stuttgart erkenntlich gezeigt.

Was besagter Fan wohl macht, wenn alles, was sich Naldo für die nahe und ferne Zukunft vornimmt, tatsächlich Realität wird? Der Bremer Abwehrriese spricht nicht nur von einem Sieg in München, sondern auch vom Titel.

Vor dem Auswärtsspiel am Samstag (15.30 Uhr) beim FC Bayern stellt Naldo eine gewagte These auf. „Wenn wir dort einen oder sogar drei Punkte holen, haben wir eine große Chance, oben zu bleiben. Dann können wir es am Ende auch auf den zweiten oder ersten Platz schaffen“, sagt er.

Forsche Töne des sonst so zurückhaltenden Verteidigers. Aber wieso nicht auch mal frech nach vorne denken? Immerhin haben bislang nur Dortmund und Mönchengladbach in München gepunktet (jeweils 1:0) – und stehen auch deshalb aktuell auf den Rängen eins und zwei. Immerhin ist auch Werder, obwohl in dieser Saison gewiss längst nicht alles nach Plan gelaufen ist, als Vierter Mitglied der Spitzengruppe. Da darf schon mal geträumt werden.

Naldo gönnt sich diese Freiheit, obwohl so manche Erfahrung der Saison die Frage aufwirft, ob er nicht möglicherweise ganz weit über das Ziel hinausschießt. Die Blamage in Mönchengladbach ist so eine Erfahrung. Naldo musste sie nicht machen, er fehlte in dem Spiel. Aber er weiß: „Das war ganz schlecht.“ Das folgende 2:0 gegen Stuttgart dagegen „ganz stark“. Und weil er ein positiv denkender Mensch ist, glaubt er natürlich, dass es jetzt so weitergeht. Jedenfalls hofft er es. „Wir müssen zu einer Konstanz finden“, sagt der 29-Jährige.

Das Selbstvertrauen ist schon wieder vorhanden – die null Gegentore am Sonntag haben es herbeigezaubert. „Die Defensive“, sagt Naldo, „hat gut gearbeitet“. Er allen voran. Und am Samstag ist der Bremer Abwehrchef wieder gefordert, die Top-Leistung abzurufen. Die Bayern-Offensive mit Mario Gomez, Franck Ribery, Arjen Robben oder Thomas Müller ist ein Weltklasse-Ensemble, das in dieser Saison bereits 34 Tore produziert hat – der Liga-Bestwert.

Schlottern da die Knie? Natürlich nicht bei Naldo. Natürlich nicht nach dem, was er gegen Stuttgart von seinen Kollegen gesehen hatte. Konsequent wurden die Gegenspieler gedoppelt, immer ging‘s mit zwei auf einen – so sollte es auch gegen Bayern sein. „Ribery, Müller, Robben – sie suchen alle immer die Eins-gegen-eins-Situation. Deshalb müssen wir mit zwei Mann da sein“, erklärt Naldo das defensive Rezept. Vor allem ist ständige Tuchfühlung gefordert: „Wenn man ihnen Platz lässt, wird es ganz schwer. Wir müssen immer konzentriert sein, die Gegenspieler ständig unter Druck setzen.“

Sollte das klappen und Naldo möglicherweise nochmal einen Freistoß zum Sieg versenken, dann können sich weitere Werder-Fans per Finger an Naldos Karosse „bedanken“. Platz genug bietet so ein Touareg ja – und schmutzig genug ist das Exemplar im Moment auch. · csa

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