München ist grün-weiß

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Selbst in München gibt es zahlreiche Werder-Fans.

München - Auf dieses Spiel warten die Anhänger von “Grün-Weißes München“ ein ganzes Jahr. Beim Bundesliga-Schlager zwischen Bayern München und Werder Bremen hat der Werder-Fanclub aus der Bayern-Metropole sein einziges Heimspiel.

Am Samstag steht er wieder an: Der Nord-Süd- Gipfel zwischen Rekordmeister Bayern München und Dauerrivale Werder Bremen. Für den Fanclub “Grün-Weißes München“ ist es das Spiel des Jahres. Seit nunmehr vier Jahren vertritt er die Werder-Farben in der bayrischen Landeshauptstadt. “Wir sind der Club zur Förderung des Fußballgeschmacks in München“, heißt es vollmundig auf der Homepage.

Aus einer kleinen Gruppe Fans, die sich zum gemeinsamen Werder gucken getroffen haben, ist mittlerweile ein hundert Mann starker Fanclub geworden, der sich als Botschafter Werders im Süden sieht. “Unser Fanclub ist sehr heterogen und besteht aus Exil-Bremern wie aus Werder-Fans aus dem Süden“, berichtet der 2. Vorsitzende René Schneider. Gemeinsame Stadionbesuche stehen auch auf der Tagesordnung. “Eine kleine Abordnung ist im Grunde bei fast jedem Werderspiel im Stadion. Wir sind reisefreudig“, sagt Schneider.

Die ganz große Rivalität zwischen den Vereinen ist nicht mehr vorhanden, nachdem die Manager und Dauerstreithähne Uli Hoeneß und Willi Lemke nicht mehr im Tagesgeschäft involviert sind. “Die Frotzeleien am Arbeitsplatz nehmen aber vor und nach dem Spiel immer zu. Das gehört auch dazu“, erzählt der Vorsitzende Guido Buecker mit einem Schmunzeln. “Wir fühlen uns in der Höhle des Löwen aber sicher“, weiß auch Schneider zu berichten. “Es kommen durchaus mal Bayernfans in unsere Werderkneipe 'Brickhouse' und dann freut man sich gemeinsam über die Niederlagen des HSV oder von Schalke.“

Das “Brickhouse“ ist auch vor dem Spiel am Samstag wieder Anlaufstation für die grün-weißen Münchner. Der Fanclub hat ein Fest mit großer Verlosung organisiert. “Wir rechnen mit etwa 500 Anhängern. Werder-Präsident Klaus-Dieter Fischer, der uns sehr bei der Organisation und Bereitstellung der Preise geholfen hat, wird auch vor Ort sein. Das zeigt auch unser gutes Verhältnis zum Verein“, sagt Schneider nicht ohne Stolz.

Gefragt nach einem Tipp für das Spiel gibt sich Buecker hanseatisch bescheiden: “Wir sehen zwar traditionell ganz gut aus in München. Aber wegen der vielen Verletzungen in unserer Mannschaft tippe ich auf ein torreiches Unentschieden.“

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dpa

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