Werder hofft, dass der Eintracht der Porto-Trip morgen in den Knochen steckt / Profis schnell im Bett

Müde oder frisch? Frankfurt rätselt selbst noch

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Abschlagen mit den Fans: Frankfurts Marco Russ nach dem Porto-Spiel, das viel Kraft gekostet hat. ·

Werder-Bremen - BREMEN/FRANKFURT · Ist der kommende Gegner nun erschöpft und abgekämpft oder extrem euphorisiert und deshalb schnell wieder frisch? Bei Werder kann man darüber nur mutmaßen.

„Ich hoffe, dass sie müde sind“, sagt der Bremer Außenverteidiger Santiago Garcia über Eintracht Frankfurt. Die Hessen mussten am späten Donnerstagabend in der Europa League beim FC Porto antreten. Erst sah es richtig mies aus, es stand 0:2 – doch dann riss sich die Eintracht am Riemen und verschaffte sich letztlich mit einem 2:2 eine glänzende Ausgangsposition für das Rückspiel am Donnerstag. „Nach einem 0:2 so zurückzukommen, das haben sie sehr gut gemacht. Da kann man ihnen nur ein Kompliment aussprechen“, meinte Werder-Coach Robin Dutt, der die Partie im Fernsehen verfolgte hatte – und noch lobend nachlegte: „Die Mannschaft hat bestätigt, dass sie in die Europa League gehört.“

Zum Feiern hatten die Frankfurter allerdings gar keine Zeit, denn schon morgen (15.30 Uhr) geht gegen Werder der Abstiegskampf weiter. „Die Spieler waren sofort im Bett“, berichtete Eintracht-Sportdirektor Bruno Hübner gestern Vormittag. Das Leeren der einen oder anderen Flasche Portwein blieb somit den Verantwortlichen überlassen. „Ich glaube eher, dass der Abend im Präsidium ein paar Blessuren hinterlassen hat“, scherzte Coach Armin Veh.

Doch was bedeutet dieses 2:2 nach 0:2-Rückstand wirklich? Für die Chancen aufs Weiterkommen auf der einen, für das Duell gegen Werder auf der anderen Seite? „Wir wissen es nicht“, sagte Vorstandsboss Heribert Bruchhagen, „wir haben keinerlei Erfahrungswerte.“ Und so schwanken sie bei der Eintracht zwischen Euphorie über ein weiteres Europapokal-Highlight und Skepsis, wie die Mannschaft den aufopferungsvollen Kampf von Porto bis zum Werder-Spiel wegsteckt. „Im Moment sind wir alle müde“, gestand Defensivspieler Marco Russ, „aber ein solches Ergebnis gegen eine so starke Mannschaft pusht natürlich auch ungemein.“

Auch Veh ist zuversichtlich, dass seine Spieler gegen Bremen voll da sein werden. „Wenn du erfolgreich spielst, regenerierst du schneller. Ich gehe davon aus, dass wir frisch sind.“ · sid/dpa/mr

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