Stürmer hat bei Werder keine Zukunft mehr / Bergamo zeigt Interesse

Moreno – durchgefallen und zurück nach Donezk

Hat in Bremen keine Zukunft mehr: Stürmer Marcelo Moreno.

Von Arne Flügge · Gestern Abend um 19.00 Uhr waren es in Donezk minus 13 Grad kalt. Zumindest vom Klima her muss sich Marcelo Moreno somit nicht groß umstellen. Gleiche oder vergleichbare Temperaturen gab’s in den vergangenen Tagen auch in Bremen. Hier hatte er seine Zukunft gesehen, doch nach nur knapp sieben Monaten bei Werder wird die Leihgabe zurück zum ukrainischen UEFA-Pokalsieger geschickt. „Durchgefallen“ lautet das vernichtende Urteil der Bremer Verantwortlichen.

Noch ist der Rück-Transfer des bolivianischen Nationalstürmers offiziell zwar nicht als perfekt gemeldet. Nach Informationen dieser Zeitung soll der 21-Jährige aber noch vor Ende der Transferperiode am kommenden Sonntag, 31. Januar, wieder abgegeben werden. Schachtjor Donezk hat sich interessiert gezeigt, den Angreifer, eigentlich bis zum 30. Juni ausgeborgt, wieder zurückzunehmen. Nicht ohne Grund: Der italienische Erstligist Atalanta Bergamo buhlt angeblich um die Dienste des Stürmers.

Damit wäre wohl allen geholfen. Ob die Ukrainer allerdings auch bereit sind, einen Teil der Leihgebühr von zwei Millionen Euro an die Bremer zurückzuüberweisen, darf durchaus bezweifelt werden – womit Werder (wieder einmal) ein schönes Sümmchen in den Sand gesetzt hätte. Immerhin hatten die Bremer den Angreifer im vergangenen Sommer nicht gleich für die geforderten knapp zehn Millionen Euro gekauft – Moreno wäre zum größten Transferflop in der Bremer Vereinsgeschichte nach Carlos Alberto geworden.

„Marcelo hat sich nicht so entwickelt, wie wir uns das vorgestellt haben“, hatte Werder-Sportchef Klaus Allofs bereits vor einigen Wochen gesagt – und die Rückkehr Morenos nach Donezk in Aussicht gestellt. Allerdings hatte Moreno nicht gerade viele Chancen bekommen, um sich zu beweisen. Doch es dürften nicht allein die sportlichen Aspekte gewesen sein, die Werder dazu bewogen haben, den Angreifer abzuschieben. Die nur schleppend verlaufene Integration ins Team sowie anhaltende Sprachbarrieren dürften weitaus schwerer ins Gewicht gefallen sein.

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