Werder hätte nichts gegen einen Wechsel

Das Aus für Moreno

Marcelo Moreno ist in Dubai noch dabei, obwohl ihn Werder abgeben will.

Werder-Bremen - DUBAI · Marcelo Moreno war bester Laune. Nach knapp sechs Stunden Flug von Bremen nach Sharjah, dem Nachbaremirat Dubais, kletterte er fröhlich aus der Maschine. Lachend wünschte er wartenden Journalisten ein frohes neues Jahr und machte dabei den Eindruck, als wüsste er nicht, was an Unheil auf ihn zukommt. Ganz deutlich gesagt: Der Stürmer aus Bolivien ist bei Werder Bremen durchgefallen. Dieses Urteil steht fest.

Trainer Thomas Schaaf und Sportdirektor Klaus Allofs haben es gefällt und mittlerweile auch verkündet. „Wenn es die Möglichkeit für einen Wechsel gibt, dann werden wir darüber reden“, erklärte Allofs bevor er sich aus seinem Urlaubsdomizil in den USA auf den Weg nach Dubai machte.

Im Klartext heißt das: Die Bremer wollen den Südamerikaner los werden. Nach nur einem halben Jahr bei Werder, nach nur fünf Bundesliga-Einsätzen. Die angeblichen Qualitäten, die die sportliche Leitung einst dazu bewogen hatten, zwei Millionen Euro Leihgebühr zu bezahlen und eine anschließende Ablöse von weiteren acht Millionen für angemessen zu halten, müssen demnach eine Fata Morgana gewesen sein. Oder wie sonst ist die Diskrepanz zwischen Erwartung und Realität zu erklären?

Fakt ist: Moreno hat in sechs Monaten wenig bis gar nichts gezeigt. Fünf torlose Bundesliga-Einsätze, ein Doppelpack in der ersten DFB-Pokalrunde sowie ein – zugegeben sehr schönes – Kopfballtor in der Europa League gegen Nacional Funchal sind letztlich kein Argument, um weiter auf den 22-Jährigen zu setzen. „Marcelo hat die Erwartungen nicht erfüllt“, bestätigte Allofs.

Moreno soll nun ersatzlos gestrichen werden. Die Planstelle im Angriff bliebe unbesetzt – sagte jedenfalls Coach Schaaf: „Wir sind gut besetzt und gehen die Sache ganz entspannt an“ Gleichwohl bestätigte er ein Interesse an dem Kroaten Mario Mandzukic (23) von Dinamo Zagreb. Das Problem: Bei geforderten zehn Millionen Euro Ablöse ist er zu teuer.

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