Schwierige Entscheidung bei Pizarro

Ein Mittelweg für den Ballermann

Treffer oder nicht? Werder-Stürmer Claudio Pizarro durfte gestern endlich mal wieder aufs Tor ballern, war dabei aber noch nicht ganz der alte. - Foto: Gumz

Bremen - Treffsicher ist Claudio Pizarro noch nicht wieder. Viele, viel zu viele Bälle gingen gestern beim Training neben das Tor – das leere Tor wohlgemerkt. Doch bei der individuellen Einheit ging es auch weniger um Volltreffer, sondern um die Bewegung und ihre Folgen.

Denn der Peruaner plagt sich immer noch mit den Folgen seiner Rippen- und Bauchmuskelverletzung herum. Immer wieder zeigte der 37-Jährige seinem Physiotherapeuten Sven Plage, wo es ein bisschen zwickt. Was das für das Heimspiel am Samstag gegen Wolfsburg bedeutet, ist noch unklar. Gegen Dortmund und Augsburg hatte Pizarro nicht mitwirken können.

„Es geht ihm gut. Wir arbeiten aufs Wochenende hin“, berichtete Thomas Eichin, der kurz zuvor mit Pizarro gesprochen hatte. Eine Prognose wollte und konnte der Sportchef aber noch nicht nicht abgeben. „Diese Dinge entscheiden sich dann meistens freitags oder auch erst samstags. Das ist ein Prozess, bei dem wir uns zu 100 Prozent sicher sein müssen, dass er auch 100 Prozent spielen kann“, sagte Eichin und fügte sogleich an: „Wir dürfen auch die nächsten Spiele nicht außer Acht lassen.“ Denn die direkten Abstiegsduelle folgen erst noch. Kaum auszudenken, wenn Werders bester Torschütze der Rückrunde (zehn Treffer) dann fehlt, weil er zu früh angefangen und sich erneut verletzt hat. „Das muss man abwägen. Auch am Samstag ist ein sehr wichtiges Spiel, wo wir ihn brauchen. Wir müssen da einen Mittelweg finden“, meinte Eichin.

Immerhin ist es schon mal ein gutes Zeichen, dass Pizarro nicht nur läuft und ein paar Übungen mit dem Ball macht wie am Dienstag, sondern auch schon aufs Tor schießt. Und der Ehrgeiz ist geblieben. Nach jedem Fehlschuss stöhnte der Stürmer auf und versuchte es, im nächsten Versuch sofort besser zu machen.
kni

Werder-Training am Mittwoch

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