Eichin auf Reisen

Für Mister Tausendsassa steckt Werder neue Grenzen

+
Baustellen in allen Mannschaftsteilen: Thomas Eichin wird es in diesem Frühjahr und Sommer bestimmt nicht langweilig werden. ·

Bremen - Gestern früher Abend. Ein Anruf bei Thomas Eichin. Hat er noch Zeit für ein Gespräch? „Ja, aber es muss schnell gehen. Ich bin am Flughafen“, sagt der Sportchef von Werder Bremen. Es könnte ein Standardsatz für Eichin werden in den kommenden Monaten.

Denn der 47-Jährige hat viel zu tun, muss nach etlichen Verstärkungen suchen und entsprechend viele Reisen unternehmen. Um einen neuen Torwart zu finden (wir berichteten), um eine neue Offensivkraft zu verpflichten (siehe Artikel unten), um den Verlust von Aaron Hunt auszugleichen und und und… Die Baustellen:

Angriff

34 Tore in 29 Partien – diese Zwischenbilanz haut wirklich niemanden vom Hocker. „Wir werden offensiv etwas machen“, verspricht Eichin deshalb, „wir brauchen mehr Leute, die Tore schießen“. Namen geistern bereits reichlich durch die Zeitungen und Internetforen. Ausgeliehene Juventus-Juwelen wie Manolo Gabbiadini (22/Sampdoria Genua) oder Domenico Berardi (19/Sassuolo Calcio) bleiben aber eher Wunschträume. Werder schaut deshalb auch in tieferen Gefilden und hat angeblich Simon Zoller (22) gefunden. Für den 1. FC Kaiserslautern hat er in 24 Spielen 13 Tore erzielt, besitzt aber auch noch einen bis 2017 datierten Vertrag. Ein Zweitligastürmer allein wird Werder aber nicht glücklich machen. Eichin: „Wir suchen Qualität.“

Mittelfeld

Die Königsaufgabe für Eichin. Der Verlust von Aaron Hunt, der Werder ablösefrei verlassen wird, muss kompensiert werden. Aber wie? Mit einem Königstransfer! Eichin erklärt, dass es für ihn bei der Suche keine klare Grenze zwischen einem Mittelfeldmann und einem Stürmer gibt. Im Idealfall findet er jemanden, der kreativ und torgefährlich ist – der Stürmer spielen, aber auch hinter den Spitzen die Strippen ziehen kann. Je nachdem, wer am Ende dieser Mister Tausendsassa sein wird, „bauen wir um ihn herum auch ein neues System“, erklärt Thomas Eichin.

Wer so wichtig ist, darf offenbar auch in Zeiten leerer Kassen etwas kosten. Eichin in der „Bild“-Zeitung über seinen Spielraum im Spieler-Etat: „Nach Jahren des Abbaus ist mein Ziel, jetzt eine Grenze zu finden. Sonst wird es schwierig, das Produkt Werder zu verbessern. Wir müssen konkurrenzfähig bleiben.“ Der angestrebte Verkauf von Mehmet Ekici würde weiteren Spielraum schaffen.

Abwehr

Aleksandar Ignjovski (zu Eintracht Frankfurt) steht als Abgang fest. Zuletzt spielte der Serbe auf der Position des Rechtsverteidigers. Doch hier wird Werder nicht aktiv. Clemens Fritz und Theodor Gebre Selassie bleiben schließlich noch – und aus der eigenen Jugend rückt Luca-Milan Zander nach. Links drückt dagegen der Schuh. Leihgabe Santiago Garcia muss noch fest verpflichtet werden, Lukas Schmitz soll gehen. Eine Verbesserung muss her.

Für die Mitte der Viererkette hat Eichin bereits Nägel mit Köpfen gemacht. Von Rayo Vallecano wird Innenverteidiger Alejandro Galvez (24) kommen – offiziell verkündet wurde der Transfer auf Wunsch des Spielers allerdings noch nicht.

Tor

Die Wege von Sebastian Mielitz und Werder trennen sich, der neue Mann könnte vom gealterten Top-Torwart über den Keeper der mittleren Güteklasse bis zum jungen Talent so ziemlich jeder werden. Stand jetzt bleibt Raphael Wolf die Nummer eins, U 23-Schlussmann Richard Strebinger (21) bekommt einen Vertrag bis 2017 und soll in Wolfs Schatten heranreifen. · csa

Manchester: May will Trump auf undichte Stellen ansprechen

Manchester: May will Trump auf undichte Stellen ansprechen

Obama setzt sich von Trump ab - ohne ihn zu erwähnen

Obama setzt sich von Trump ab - ohne ihn zu erwähnen

Kreisverbandsschützenfest in Oerdinghausen

Kreisverbandsschützenfest in Oerdinghausen

Manchester-Stars feiern bewegenden Sieg

Manchester-Stars feiern bewegenden Sieg

Meistgelesene Artikel

Schierenbeck zu Sargent-Gerücht: „Das ist mir neu“

Schierenbeck zu Sargent-Gerücht: „Das ist mir neu“

Werders teure Pleite beim BVB: Zwölf Millionen Euro sind futsch

Werders teure Pleite beim BVB: Zwölf Millionen Euro sind futsch

Begegnungen für den Telekom-Cup stehen

Begegnungen für den Telekom-Cup stehen

Lukimya verlängert beim Liaoning FC

Lukimya verlängert beim Liaoning FC

Kommentare