„Mir geht es schon viel besser“

Zander gibt Entwarnung

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Luca-Milan Zander

Bremen - Entwarnung bei Luca-Milan Zander! Der Werder-Profi hatte sich am Samstag beim Test gegen den FC Brünn am Fuß verletzt und musste mit großen Schmerzen ausgewechselt werden. Doch gestern Mittag klärte er auf: „Mir geht es schon viel besser. Ich habe kaum noch Schmerzen. Der Fuß ist auch nicht sonderlich dick geworden.“ Den freien Sonntag nutzte der 19-Jährige in Bremen, um seinen Fuß zu schonen und sich vom Trainingslager in Zell am Ziller zu erholen. Ob er heute direkt ins Mannschaftstraining zurückkehren wird oder vorsichtshalber noch individuell trainiert, will er heute in Absprache mit dem Trainerstab und der medizinischen Abteilung entscheiden.

Zander war am Samstag im letzten Test im Trainingslager in Zell am Ziller von seinem Gegenspieler blutig getreten worden. Pavel Zavadil hatte den Weyher voll auf dem linken Fuß erwischt. Zander wurde behandelt, probierte es noch mal kurz, musste dann aber in der 81. Minute humpelnd den Platz verlassen. „Im ersten Moment habe ich gedacht, Mist, da ist was kaputt“, erinnerte sich der Außenverteidiger. Doch diese Sorge bestätigte sich nicht. Zum Glück, denn Zander absolviert bislang eine richtig starke Vorbereitung – und hätte einen Rückschlag nicht verdient gehabt.

Schon mehrfach war er auf den Sprung zu den Profis gewesen, doch dann stoppten ihn Knieprobleme. Zander machte trotzdem schnell weiter. „Als junger Spieler willst du dabei sein“, berichtet Zander und seufzt, denn die Entzündung der Patellasehne wurde damals chronisch, die Ausfallzeit dadurch richtig lang. Doch er will nicht mehr zurückblicken. Diesmal soll alles glatt laufen. deshalb war er früher als die Kollegen ins Training eingestiegen, hatte schon ein paar Tage bei der U23 mitgemacht. Und er ist in ein Weyher Fitnessstudio gegangen. Mit sichtbaren Erfolg: Zander hat ordentlich Muskelmasse zugelegt. Er nennt es sein „Schutzschild“ vor Verletzungen. Das Vertrauen in den Körper ist zurück – genauso wie noch etwas: „Das Gefühl, im Spiel die richtige Entscheidung zu treffen, wird immer besser.“ Das ist extrem wichtig, schließlich sagt Zander über Theodor Gebre Selassie, den Konkurrenten auf der rechten Abwehrseite: „Er trifft zu 99 Prozent die richtigen Entscheidungen.“ Der Tscheche ist auch fast neun Jahre älter und hat schon eine EM gespielt. Ihn zu verdrängen, wird für Zander sehr schwierig.

Es war ja schon nicht einfach, an Marnon Busch vorbeizukommen. Ausgerechnet Busch. Den 20-Jährigen bezeichnet Zander als guten Kumpel. „Wir gehen sportlich damit um, das gehört zum Profisein dazu“, sagt Zander. Und deshalb weiß er auch, wie schnell alles gehen kann. Gegen Brünn hat er Glück gehabt. Und so lautet sein größtes Ziel: „Ich will einfach nur verletzungsfrei bleiben.“

kni

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